
Schön, stark und schnell: Tiger sind beeindruckende Raubtiere. Sie leben in Asien und Osteuropa, ihr wissenschaftlicher Name lautet Panthera tigris. Als Mitglieder der Katzenfamilie ähneln sie Hauskatzen, sind jedoch viel größer und gefährlicher. Tiger sind Einzelgänger, die lieber allein jagen und leben.
Physische Merkmale des Tigers
Tiger wiegen bis zu 300 Kilogramm und erreichen eine Länge von 3,3 Metern. Sie sind die größten Katzen der Welt. Ihr markantes Fell ist meist orange mit schwarzen Streifen. Weibchen sind kleiner als Männchen, nördliche Unterarten größer als südliche – Bengal-Tiger überragen Sumatra-Tiger. Jeder Tiger besitzt rund 30 scharfe Zähne, darunter die längsten Eckzähne aller Großkatzen. Ihre muskulösen Beine und scharfen Krallen machen sie zu perfekten Jägern.
Arten von Tigern
Von ehemals mehreren Unterarten existieren heute sechs:
1. Der Bengal-Tiger (Panthera tigris tigris)
In Indien, Nepal, Bhutan und Bangladesch heimisch. Typisch orange-schwarz gestreift; seltene weiße Varianten sind genetische Mutationen, keine eigene Art.
2. Der Sibirische Tiger (Panthera tigris altaica)
Hauptsächlich in Russlands Kältegebieten. Dickes Fell und Haut schützen vor Frost.
3. Der Indochinesische Tiger (Panthera tigris corbetti)
Kleiner und scheu, meidet menschliche Siedlungen.
4. Der Malaiische Tiger (Panthera tigris jacksoni)
In tropischen Wäldern der Malaiischen Halbinsel. Jagt Vieh, was Konflikte mit Menschen verursacht.
5. Der Südchinesische Tiger (Panthera tigris amoyensis)
Seit über 25 Jahren nicht mehr in der Wildnis gesichtet; nur wenige in Gefangenschaft.
6. Der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae)
Auf Sumatra; eine der kleineren Unterarten.

Wie bringen Tiger ihre Jungen zur Welt?
Interessante Fakten zur Fortpflanzung und Jugendentwicklung:
- Tragzeit: 3,5 Monate, Wurfgröße: 3–4 Junge.
- Mütter wählen sichere Höhlen, Baumhöhlen oder dichte Grasbüschel mit weichem Untergrund.
- Männchen helfen nicht; die Mutter versorgt allein.
- Junge blind geboren, Augen öffnen sich nach 6–12 Tagen.
- Höhe Sterblichkeit: Oft nur die Hälfte überlebt.
- Stillen bis 6–8 Wochen, dann festere Nahrung.
- Jagdtraining ab 8 Wochen, erste Jagden ab 6 Monaten.
- Unabhängigkeit mit 2 Jahren.
- Neuer Wurf alle 2,5 Jahre; bei Verlust früher paarungsbereit.

Territoriumsbildung
Tiger markieren so ihr Revier:
- Mit Urin oder Analdrüsen-Sekret.
- Durch lautes Brüllen.
- Bleiben meist in ihrem Gebiet, wählen lebensraumtaugliche Zonen.
- Bevorzugen Gewässernähe zum Schwimmen und Abkühlen.
Ernährungsgewohnheiten
Als Fleischfresser jagen Tiger:
- Mittel- bis Großtiere: In Indien Chital, Büffel, Gaur, Wildschweine; Sibirien: Elche, Hirsche; Sumatra: Sambar, Muntjaks, Tapire.
- Gelegentlich Pflanzen.
- Einzeljäger, nutzen Sehkraft und Tarnung im Gras.
- Geduldig warten, überraschend angreifen.
- Weibchen jagen im Territorium, Männchen flexibler.
Lebensdauer
In der Wildnis 8–10 Jahre, in Gefangenschaft bis 26. Sibirische bis 15/22 Jahre. Gefahren: Hunger, Kämpfe, Prädatoren.

Sind Tiger bedroht?
Ja, durch Pelzjagd und Habitatzerstörung. Ohne Schutz sterben sie aus.
Weitere spannende Tiger-Fakten für Kinder
- Täglich 5–30 kg Fleisch.
- Gruppe: „Streak“ oder „Hinterhalt“.
- Schwimmen bis 6 km.
- Nachtjäger, bis 65 km/h schnell.
- Springen über 5 m hoch.
- Liger: Löwe-Tiger-Hybrid.
- Einzigartige Streifenmuster.
- Vergraben Reste.
- Säbelzahntiger (Smilodon): Ausgestorben vor 10.000 Jahren.
Gefährdung: Kaspische, Bali-, Java-Tiger ausgestorben; Population nur 7 % von vor 100 Jahren.
Tiger sind Indiens Nationaltier und kulturelles Symbol. Wir müssen ihre Habitate schützen, um sie zu erhalten.