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Warum Sie Ihrem Kind die korrekten Namen für intime Körperteile beibringen sollten

Warum Sie Ihrem Kind die korrekten Namen für intime Körperteile beibringen solltenEines Tages fragte Shwetas zweijährige Tochter beim Baden: „Mama, was ist das? Warum fühlt es sich so gut an, es zu berühren?“ Sie zeigte auf ihre Klitoris und blickte ihre Mutter unschuldig an. Shweta, obwohl sie die Antwort kannte, stockte der Atem. Sollte sie den anatomisch korrekten Begriff nennen oder einen Kosenamen verwenden? Würde präzise Sprache die kindliche Unschuld rauben? Ist das kulturell angemessen? Was, wenn das Kind diese Wörter öffentlich sagt? Diese Fragen kennen viele Eltern. Tief verwurzelte Normen machen es unangenehm, offen über Geschlechtsorgane zu sprechen. Statt „Penis“ oder „Vagina“ greifen wir zu Euphemismen wie „Pipi“, „Boo Boo“ oder „Cookie“. Doch schadet das nicht der Kindersicherheit und Selbstbestimmung? In einer Zeit, in der Berichte zeigen, dass 1 von 10 Kindern vor dem 18. Lebensjahr sexuell missbraucht wird und 20 % davon vor dem 8. Lebensjahr, ist Offenheit essenziell. Die Erziehung beginnt zu Hause – Eltern sind die ersten Lehrer. Wenn wir Hände als „Hände“, Beine als „Beine“ nennen, warum nicht auch Penis als „Penis“ und Vagina als „Vagina“? Diese Teile sind ebenso wichtig wie Herz oder Gehirn. Pädagogen und Kinderärzte weltweit empfehlen präzise Begriffe aus folgenden Gründen: 1. Euphemismen signalisieren, dass intime Bereiche tabu sind. Kinder lernen, Missbrauch zu verschweigen. 2. Bei unangemessenen Berührungen muss das Kind klar kommunizieren: „Jemand hat meine Vagina berührt.“ Euphemismen wie „Keks“ verursachen Missverständnisse – besonders, da Täter oft Bekannte sind. Gerichte brauchen präzise Aussagen. 3. Präzise Sprache schreckt Pädophile ab: Das Kind kennt die Begriffe und kann Alarm schlagen. Studien bestätigen dies. Warum Sie Ihrem Kind die korrekten Namen für intime Körperteile beibringen sollten 4. Korrekte Namen fördern Körperliebe und Respekt. Abwertende Kosenamen erzeugen Scham. 5. Sie mindern Scham in der Pubertät und erleichtern Gespräche über Veränderungen. 6. Bei Verletzungen oder Erkrankungen kann das Kind Probleme genau beschreiben. **Wann und wie anfangen?** Ab ca. 3 Jahren, wenn Kinder Geschlechter unterscheiden. Oder früher, sobald sie sprechen. Integrieren Sie es spielerisch beim Baden oder Rollenspielen: „Wo ist die Nase? Der Penis? Die Vulva?“ Erklären Sie: „Niemand berührt dich ohne Erlaubnis.“ Antworten Sie immer ehrlich – Ignorieren nährt Neugier. Lernen Sie selbst die Begriffe: • Klitoris: Sensorischer Teil vorne an der Vulva, wo die Schamlippen zusammenlaufen. • Vulva: Äußerer Teil des weiblichen Genitalbereichs (nicht Vagina!). • Schamlippen: Falten um die Vaginalöffnung. • Vagina: Innerer Muskelschlauch zur Gebärmutter. • Brust: Vorsprünge auf der Brust. • Nippel: Kleiner Vorsprung auf der Brust. • Penis: Zylindrische Struktur beim Mann zum Urinieren und Geschlechtsverkehr. • Eichel: Spitze des Penis. • Hodensack: Hautsack unter dem Penis. Vorbeugen ist besser als Heilen. Offene Gespräche stärken Ihr Kind gegen Missbrauch. Seien Sie stolz, wenn es „Vagina“ oder „Penis“ sagt – kein Schweigen oder Kichern!

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