Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich die chemische Zusammensetzung des Atems bei sexueller Erregung verändert. Ein unsichtbarer Hinweis, der Ihre wahren Gefühle enthüllen könnte – besonders dann, wenn Sie versuchen, sie zu verbergen. Wie der Telegraph UK berichtet, führten Forscher der Universität Porto und des Max-Planck-Instituts für Chemie ein Experiment mit 24 Freiwilligen durch. Diese trugen spezielle Masken, die die Atemchemikalien aufzeichneten, und wurden mit Sensoren überwacht, die Anzeichen sexueller Erregung erfassen konnten. Die Teilnehmer schauten sich Videos an: einen Horrorclip, ein Sportereignis und einen Erotikfilm. Bei Letzterem veränderten sich sofort die Chemikalien im Atem aller Probanden.
„Wir haben festgestellt, dass bestimmte Chemikalien ausgestrahlt werden. Ob sie eine Wirkung auf andere haben, wissen wir noch nicht. Aber nun kennen wir die Stoffe, die wir weiter testen müssen“, erklärt Prof. Jonathan Williams, Atmosphärenwissenschaftler.
„Wir sehen, hören und fühlen die Person, die wir küssen. Aber findet auch eine unsichtbare chemische Kommunikation statt? Das ist die große Frage“, zitiert der Telegraph UK den Experten.
„Es gibt Tausende Studien zu Angst, doch wenige wagen sich an das Tabu der sexuellen Erregung vor – obwohl es zu jedermanns Leben gehört. Eine gesellschaftliche Reflexion“, fügt Williams hinzu.
Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienen.
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