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Mumbais Kaamwali Bais: Unentbehrliche Helferinnen oder echte Herausforderung?

Mumbais Kaamwali Bais: Unentbehrliche Helferinnen oder echte Herausforderung?Geschrieben von Gayatri Bhadran

Während der Covid-Sperren lernte ganz Indien die unschätzbare Arbeit der Haushaltshilfen zu schätzen. Sie sorgen leise und unermüdlich dafür, dass unsere Häuser makellos sauber bleiben. Doch Mumbais Kaamwali Bais sind eine eigene Liga: Mit dem Selbstbewusstsein von Löwen im Großstadtdschungel jagen sie ihre "Beute" – Sie und mich. In der Fülle von Hochhäusern innerhalb eines Kilometers-Radius ist ihr Stolz und hohes Selbstwertgefühl nur natürlich.

Kein Haushalt in Mumbai kommt ohne Bais aus. Zwei bis drei pro Familie sind Standard: Eine fürs Kochen, eine zum Putzen, eine zum Abstauben oder für Kinder- und Seniorenbetreuung. Die Nachfrage ist enorm. Hochhäuser werden von blühenden Slum-Gemeinschaften umgeben – zwei Welten, die friedlich koexistieren, weil sie aufeinander angewiesen sind.

In meinen Jahren als Mumbaikerin habe ich mit fleißigen, freundlichen, schlauen, aber auch faulen, neugierigen, ordentlichen, unpünktlichen oder gierig erscheinenden Bais gearbeitet. Gerade hatte ich Streit mit meiner neuesten Hausangestellten: Sie kommt ständig zu spät, priorisiert Klatsch über Arbeit und bittet dauernd um Gefallen. Ihre Leistung verschlechtert sich, und sie hat für alles eine Ausrede.

Nach diesem ergebnislosen Streit wurde mir klar: Sie wird sich nicht ändern. Sie könnte kündigen, bevor ich sie entlasse, und in zwei anderen Häusern sofort weiterarbeiten. Der Ton, in dem meine Bais mit mir sprechen, lässt mich zweifeln, wer wen eingestellt hat.

Je länger sie bleiben, desto selbstverständlicher wird ihr Verhalten. Die Macht liegt bei ihnen, denn wir können nicht ohne sie auskommen – zumindest nicht ohne Rückenschmerzen vom Putzen und Fegen, an das wir nicht gewöhnt sind.

Dafür bin ich dankbar für meine treue Haushaltshilfe, die kocht und putzt. Ich nehme sie nie als selbstverständlich und erfülle ihre Wünsche meist, auch wenn sie unvernünftig sind. So habe ich wohl selbst zu ihrem Selbstbewusstsein beigetragen. Ich pflege ein gutes Verhältnis und helfe bei ihren privaten Problemen, so gut ich kann.


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