Zeckenbisse, insbesondere von Holzböcken oder Schwarzbeinzecken, können Lyme-Borreliose auslösen. Diese Bisse bleiben oft unbemerkt, da unreife Zecken nur mohnkornklein und adulte etwa sesamkorn groß sind.
Was ist Lyme-Borreliose und wie häufig tritt sie auf?
Lyme-Borreliose zählt in den USA zu den häufigsten Zeckenübertragenen Erkrankungen. Sie wird durch Bakterien übertragen, die von Zecken wie dem Holzbock oder der Schwarzbeinzecke stammen. Betroffene spüren den Biss meist nicht und erinnern sich nicht daran. Die Übertragung erfolgt erst nach 24 bis 48 Stunden Fressdauer. Menschen in waldreichen Gebieten sind besonders gefährdet.
Ursachen der Borreliose
Borreliose bei Säuglingen, Kleinkindern und Erwachsenen entsteht durch folgende Faktoren:
1. Borrelia burgdorferi
Stämme des Bakteriums Borrelia burgdorferi verursachen die Erkrankung beim Menschen. Sie werden hauptsächlich durch Nymphenstadien von Zecken übertragen.
2. Übertragung über Wirte
Zecken durchlaufen Larven-, Nymphen- und Adultstadium. In frühen Stadien saugen sie Blut von Vögeln oder Kleinsäugern, die Bakterien tragen. Diese werden später auf Menschen übertragen. Beispiele sind Graue Eichhörnchen oder Zaun-Eidechsen.
3. Ixodes pacificus
Die westliche Schwarzbeinzecke (Ixodes pacificus) ist in bewaldeten Regionen heimisch und ein bekannter Vektor für Lyme-Borreliose.
4. Borrelia afzelii und Borrelia garinii
Diese spirochätenförmigen Bakterien verursachen Borreliose vor allem in Europa und Asien.
5. Parks, Wiesen und Wälder
Zecken in Grünflächen, Parks und Wäldern scheiden ein Betäubungsmittel aus, sodass Bisse schmerzfrei bleiben.
6. Weitere Überträger
Zeckenlarven auf Haustieren oder infizierte Tiere können Bakterien übertragen und so Krankheitsvektoren werden.
Symptome der Lyme-Borreliose bei Kindern
Symptome werden oft übersehen und mit Alltagsproblemen verwechselt, wie Appetitlosigkeit oder Verhaltensänderungen. Die Erkrankung verläuft in drei Stadien:
1. Stadium: Frühes lokalisierte Phase
- "Bull's-Eye"-Ausschlag mit zentralem Fleck
- Ausschläge wie Hämatome
- Rote Ringe oder Rötungen am Rand
2. Stadium: Frühe disseminierte Phase
Wochen nach dem Biss treten grippale Symptome auf:
- Verschwommenes Sehen
- Schüttelfrost, Fieber
- Lymphknotenschwellung
- Müdigkeit, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen
- Weitere Ausschläge
3. Stadium: Späte disseminierte Phase
Monate bis Jahre später:
- Herzrhythmusstörungen
- Konzentrationsstörungen, Gehirnnebel
- Enzephalopathie mit Stimmungsschwankungen und Gedächtnisproblemen
- Schlafstörungen, Sprachprobleme
- Taubheitsgefühle, zunehmende Kopfschmerzen
Bei Babys und Kindern achten Sie auf Reizbarkeit, Lichtempfindlichkeit, Nachtschweiß oder schmerzhafte, steife Gelenke – oft verwechselt mit Arthritis.
Diagnose der Lyme-Borreliose
- Ärztliche Sichtprüfung: Suche nach Bull's-Eye-Ausschlag auch fernab des Bisses.
- Bluttests: Bei 20–25 % ohne sichtbare Ausschläge; Nachweis von Borrelien-Antikörpern.
Behandlung der Lyme-Borreliose bei Kindern
Standard ist eine Antibiotikatherapie, abhängig von Exposition, Bluttests, Symptomen und Nachweis von Spirochäten.
Vorbeugung der Lyme-Borreliose bei Kindern
1. Schutzkleidung
Lange Ärmel und Hosen in Risikogebieten.
2. DEET-haltige Repellentien
10–30 % DEET für Kinder geeignet.
3. Duschen nach Outdoor-Aktivitäten
Sofort nach Rückkehr duschen.
4. Risikogebiete meiden
Keine Spiele in zeckenreichen Zonen.
5. Haare schützen
Kappe oder Zopf gegen Zecken im Haar.
6. Kontakt zu Infizierten vermeiden
Auch bei Haustieren.
7. Frühe Abklärung
Bei unklaren Symptomen Bluttest einleiten.
Zecke richtig entfernen
- Mit Pinzette nah am Hautkontakt greifen und gleichmäßig ziehen – nicht drehen oder zucken.
- Alternativ: Wattepad 30 Sekunden mit warmem Wasser tränken, auftragen und warten.
Wann zum Arzt?
Bei grippalen Symptomen, Gesichtslähmung oder Gelenkschwellungen sofort handeln.
Häufige Fragen
Ist Borreliose ansteckend?
Nein, nicht von Mensch zu Mensch via Kontakt, Sex oder Blut.
Frühe Erkennung und Behandlung sind entscheidend. Konsultieren Sie immer einen Arzt.
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