Es gibt diese Tage, an denen man sich einfach niedergeschlagen fühlt – ein undefinierbares, sinkendes Gefühl, als würde einen ein Wirbelsturm ins Leere ziehen. Man fühlt sich machtlos dagegen, unfähig, sich zu wehren. Die Auslöser können banal sein, wie der Alltag, oder tiefgreifend, wie die Suche nach dem eigenen Ich in einer Welt voller Erwartungen.Jeder erlebt emotionale Höhen und Tiefen. Was uns auszeichnet, ist unser Umgang damit: Manche werden stärker, andere verhärten sich oder brechen.
Vor Jahren entdeckte meine enge Freundin zufällig ein wirksames Mittel gegen diese Freudlosigkeit: eine elegante Rougebox in goldener Verpackung mit verschiedenen Rosatönen. Seitdem schwört sie auf die Blush Box Fix, die nun auf ihrem Schminktisch thront. Sie rät uns allen: „An blauen Tagen: Raus aus dem Bett! Kein Ertrinken in Eiscreme – das hilft nur kurzfristig. Zieh dich um, tupfe Rosa auf die Wangen, trink einen Kaffee und nimm dir eine Auszeit.“
Man könnte das als oberflächlich abtun – Make-up als Allheilmittel? Wir necken sie oft damit. Doch sie kontert überzeugend: „Der frische Hauch von Röte belebt mich. Das Strahlen auf meiner Haut schafft Distanz zu meinen Sorgen, wenn auch nur vorübergehend. Genau das brauche ich: einen kleinen Seelenurlaub, um die Dinge neu zu betrachten.“
Vielleicht ist das der Schlüssel, wenn wir uns verloren fühlen: Etwas Distanz, ein bisschen Aufschwung und ein zarter Rosaton auf den Wangen.
– Von Seerat Kaur Gill