DeuAq.com >> Leben >  >> Familie

Ja, ich bin schwarz – und schwarz ist wunderschön: Meine persönliche Reise zur Selbstakzeptanz

Ja, ich bin schwarz – und schwarz ist wunderschön: Meine persönliche Reise zur SelbstakzeptanzAls ich sieben oder acht Jahre alt war, faszinierten mich die Märchen von Schneewittchen und wunderschönen Feen. Glücklicherweise umgab mich ein Kreis aus verwöhnten, liebevollen Freunden und Nachbarn, die mich mit 'Schneewittchen' oder 'Gori' – ein hübsches Mädchen – ansprachen, obwohl ich mit einem weizenfarbenen Teint geboren wurde. Diese Kosenamen machten mich glücklich und stärkten mein Selbstbewusstsein. Langsam verband ich mich mit hellem Teint und weißer Haut, die viele als Inbegriff von Schönheit sehen.

Jahre später, mit elf oder zwölf, zogen wir um. Neue Umgebung, Nachbarschaft, Schule – und neue Freunde. Ich wechselte von Indoor- zu Outdoor-Spielen. Trotz der glühenden Juni-Sonne verbrachte ich Ferien lieber draußen mit Freunden. Die intensive Sonneneinstrahlung verdunkelte meinen Teint merklich.

Eines Tages spielten wir durstig im Park. Eine Freundin holte uns zu sich nach Hause für Wasser. Ihr Vater öffnete begeistert die Tür, nannte uns 'kleine Engel' und servierte Wasser und Kekse. Als er mir das Glas reichte, blitzte ein schelmisches Funkeln in seinen Augen auf. 'Bist du aus Afrika?', fragte er. Unwissend antwortete ich: 'Nein, Onkel, ich komme aus Indien.' Alle – Freunde, Onkel und Tante – brachen in Gelächter aus. Ich lachte mit, spürte aber Unbehagen.

Zu Hause grübelte ich. Im Spiegel erkannte ich: Es ging um meine dunklere Haut. Schlaflos fragte ich am Morgen meine Mutter. Sie umarmte mich schützend und erklärte: 'Seine Frage impliziert nicht, was du denkst. Kein Land, keine Religion, Kaste, kein Status oder Aussehen steht über der Menschlichkeit – geprägt von Mitgefühl, Liebe und Respekt. Akzeptiere dich und andere, wie ihr seid. Jede Farbe ist einzigartig und schön, weiß oder schwarz.' Ich verstand intellektuell, doch mein kindliches Herz sträubte sich.

Sie führte mich vor den Spiegel: 'Welche Veränderungen siehst du bei uns?' – 'Ich wachse, mein Teint dunkelt. Dein Haar graut.' – 'Mildert das unsere Liebe?' – 'Nein, Mama!' – 'Weil Liebe tiefer geht als Äußerlichkeiten. Wir lieben das Innere, die Verbindung. Wer nur dein Aussehen sieht, offenbart seine Enge. Beurteile dich nie nach solchen Meinungen. Glaub an dich.'

Diese mütterliche Weisheit war goldwert, doch die Sticheleien um mich herum taten weh. Mutter wusste, ich brauchte Zeit.

Monate später legte sie die 'Times of India' bereit. Aufwachen, und da: Ein dunkelhäutiges Mädchen mit Krone aus Diamanten, Saphiren und Türkisen, Schärpe 'Miss World 1993'. Daneben Erste und Zweite: Erste eine Dunkelhäutige aus Südafrika, Zweite hellhäutig. Renommierte Juroren wählten prädikatlos nach Intelligenz und innerer Schönheit, unabhängig von Hautfarbe oder Herkunft.

Dieser Triumph veränderte alles. Ich akzeptierte mich, pflegte meine innere Schönheit. Mein Teint hielt mich nie auf – weder im Studium, Beruf noch Privatleben. Heute lieben mich Menschen für mein Wesen, nicht mein Aussehen.

Spitznamen wie 'Blacky' oder 'Raven' verletzen nicht mehr. Stolz sage ich: 'Ja, ich bin schwarz, und schwarz ist schön. Man braucht nur eine schöne Seele, um das zu sehen!'

(Von Divya PS Rawat)