Drei Frauen und ihr Weg zum ErfolgBei dem Gedanken an ihre Geschichte wird mir klar: Hoffnung hört nie auf. Dies ist die beeindruckende Erzählung von drei Unternehmerinnen – Mamata, Sapna und Kanchana, alle Ende 60 oder Anfang 70. Nach schweren familiären Krisen mussten sie ihr Zuhause verlassen und beschlossen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Ihr Startup-Idee war unkompliziert und kapitalsparend: Sie mieteten ein Zimmer in Naharlagun, Arunachal Pradesh, und eröffneten das Hotel „Maa“.
„Wir haben diesen Namen gewählt, weil wir uns damit identifizieren können“, erklärt Mamata. „Eine Mutter, die von ihrer Familie benachteiligt wird, sollte nicht hungern. Wir heißen sie in unserem Hotel willkommen und bieten kostenloses Essen an.“ Besonders für Gäste aus schwierigen finanziellen Verhältnissen haben sie erschwingliche Preise.
Als erfahrene bengalische Köchinnen zogen die drei aus Agartala (Tripura) nach Arunachal Pradesh. Dort war der Markt für bengalische Küche noch nicht gesättigt – im Gegensatz zu ihrer Heimat. „Das Beste, was wir können, ist kochen. Als Bengalinnen haben wir diese kulinarischen Fähigkeiten von Geburt an“, sagt Mamata. Familiäre Probleme mit Söhnen und Schwiegertöchtern zwangen sie zum Umzug.
Ein Verwandter von Mamata in Arunachal Pradesh versprach Unterstützung. Sapna und Kanchana, ihre Nachbarinnen mit ähnlichen Schicksalen, schlossen sich an. Ohne Startkapital arbeiteten sie zunächst als Dienstmädchen in vier Haushalten und verdienten monatlich je 10.000 Rs. Sie sparten eisern und starteten ihr Geschäft.
Innerhalb von sechs Monaten eröffneten sie nicht nur ihr Hotel, sondern erlangten rasch Anerkennung durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Heute liefern sie sogar für Partys. Trotz kleiner Mannschaft helfen Frauen aus der Nachbarschaft in Stoßzeiten freiwillig aus.
Diese Frauen beweisen: Weder Abschluss noch Finanzhilfe sind Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg. Alter zählt nicht – Leidenschaft, Hingabe, harte Arbeit und Selbstvertrauen sind entscheidend.
Von Saurav Sarkar