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11 bewährte Regeln: So pflegen Sie alternde Eltern und Schwiegereltern – und schützen Ihre Ehe

Die Pflege alternder Eltern oder Schwiegereltern wird mit steigender Lebenserwartung zu einer Realität für viele Familien. Gleichzeitig kann sie Ihre Ehe belasten. Frischvermählte Paare sollten daher frühzeitig – idealerweise vor gesundheitlichen Problemen – einen klaren Plan entwickeln. Als erfahrene Familienberater und Pflegeexperten empfehlen wir: Priorisieren Sie Ihre Ehe, um langfristig allen zu helfen.

Nur sechs Monate nach ihrer Hochzeit zog Susan Salachs 91-jähriger Großvater zu ihr, ihrem Mann und seinen drei Teenagerkindern aus früherer Beziehung. „Wir gewöhnten uns gerade aneinander – Opa hinzu war wie Benzin ins Feuer gießen“, beschreibt Salach, Autorin von Along Comes Grandpa (Wheatmark, 2006), per E-Mail. Sie entschied: Die Ehe hat Vorrang. „Indem Sie sich und Ihre Partnerschaft priorisieren, schaffen Sie ein stabiles Fundament – mit mehr Energie und Geduld für andere“, rät sie.

2. Reden Sie offen darüber.

Paare sollten früh über die Pflege alternder Familienmitglieder sprechen – vor oder kurz nach der Hochzeit. „Definieren Sie genau, was Sie für Eltern und Schwiegereltern tun wollen“, sagt Don Billings, Marketingkoordinator bei Lutheran Social Services of Illinois. Fragen Sie: Einzug erlauben und Hauptpfleger werden (Experten raten davon ab) oder ambulante Pflege? Optionen wie betreutes Wohnen gibt es viele. Binden Sie Geschwister ein – es ist ein Familien- und Ehethema.

3. Erstellen Sie ein Budget.

Zeit und Geld fordern die Pflege. Planen Sie voraus: Sparen Sie, prüfen Sie mit Eltern Finanzen, nutzen Sie Medicare, Medicaid oder Veteranenleistungen. „So vermeiden Sie Konflikte“, rät Ronald Fatoullah, Seniorenrechtsanwalt in New York. Barry J. Jacobs, Psychologe und Autor von The Emotional Survival Guide for Caregivers (Guilford Press, 2006), setzt mit seiner Frau Limits: „Wir haben Budgets für Geld und Energie – mehr geben wir nicht aus.“

4. Treffen Sie Entscheidungen gemeinsam.

Vermeiden Sie Groll: Beide Partner müssen mit Pflegeentscheidungen einverstanden sein. Jon und Kae Tienstra kümmerten sich um Jons Eltern. Nach dem Vater-Vergleich zog die Mutter näher zu ihrem PR-Unternehmen – bequem für alle. „Wir schlafen ruhiger, da wir wissen, wo sie ist“, sagt Kae. Trotz anfänglicher Distanz freut sie sich heute. „Heiraten Sie Ihren besten Freund – wir bildeten eine Einheitsfront.“

5. Setzen Sie Grenzen und gewähren Sie Privatsphäre.

Ältere wollen keine Last sein, weiß Jacobs. Dennoch kann Pflege die Ehe belasten – setzen Sie Regeln, besonders bei Zusammenleben. Salachs Großvater berichtete über Stiefkinder und lief nackt herum: Sie führte klare Grenzen ein und hängte Duschvorhänge für Privatsphäre. Fördern Sie Unabhängigkeit – es motiviert zu Hilfe oder Aktivität. Billings’ 58-jährige Schwiegermutter zog mit 62 aus, um frei zu sein.

6. Nehmen Sie sich Paarzeit.

Jeder Betreuer rät: Pflegen Sie die Ehe! „Nehmen Sie sich Raum füreinander – sonst stagniert die Partnerschaft“, warnt Jacobs. Date-Nights, Ausflüge oder Therapie helfen. Bei unheilbaren Erkrankungen ist Stress höher – schützen Sie Ihre Beziehung.

7. Holen Sie sich Hilfe.

Für Paarzeit brauchen Sie Unterstützung: Freunde, Familie, Pflegedienste. Lisa Boesen (Houston) hatte Eltern und Schwester im Haus während der Krebsbehandlung. Bei Überforderung checkten sie ins Hotel ein. „Jeder braucht Pausen – nutzen Sie Ressourcen und sagen Sie, was Sie brauchen“, rät sie.

8. Unterstützen Sie auch Schwiegereltern.

Bieten Sie Hilfe passend zur Beziehung an – Groll schadet nur. „Sie schenkten Ihnen Ihren Partner“, mahnt Boesen. Nancy Parode (About.com Seniorenreise-Expertin) plant: „Ich unterstütze Mann und Schwiegermutter, respektiere ihre Autonomie – z. B. beim Fahren.“

9. Bewerten Sie regelmäßig neu.

Treffen Sie sich mit Partnern/Geschwistern: Diskutieren Sie Gesundheit, Routinen, Verbesserungen. Die Tienstras essen mit Jons Schwester: „Perfekt, um vorzubereiten und Bedürfnisse zu klären.“

10. Stützen Sie Ihren Partner emotional.

Elternverlust ist hart. „Emotionale Kräfte sind stark“, sagt Francine Russo, Autorin von They're Your Parents, Too! (Bantam, 2010). Hören, umarmen, mithelfen – „Im Guten wie im Schlechten“, betont Boesen.

11. Stärken Sie Ihre Ehe damit.

Bruce Norton holte den gebrechlichen Vater – der wurde aktiver, passt Enkel auf, kocht. „Beziehungen zählen – zapfen Sie ihre Weisheit an“, sagt er. Jacobs: „Seite an Seite pflegen zeigt Kindern Liebe und Familie.“