- Nicht jedes abgefüllte Wasser ist echtes Mineralwasser.
- Mineralwasser ist eine wertvolle Quelle für Kalzium und Magnesium – Mineralien, die das Risiko für Herzerkrankungen und andere Gesundheitsprobleme senken können.
- Der Mineralgehalt (inklusive Natrium) variiert stark je nach Marke.
- Mineralwasser trägt weder zur Zahnerosion bei noch erhöht es das Risiko für Nierensteine.
Brauchen Sie Mineralien aus dem Wasser?
Viele sorgen sich, dass Obst und Gemüse durch mineralarme Böden weniger nährstoffreich sind. Als Ernährungsexperte sehe ich das nicht als großes Problem, doch Mineralwasser ist eine smarte Ergänzung – wie eine trinkbare Vitaminquelle. Bietet es echte gesundheitliche Vorteile? Gibt es Risiken?
Ihr Leitungswasser liefert bereits Mineralien. Bei zwei Litern täglich decken Sie so 10–15 % Ihres Kalziumbedarfs und bis zu einem Drittel des Magnesiums. Der Gehalt variiert jedoch regional stark.
So prüfen Sie den Mineralgehalt Ihres Wassers
In den USA erhalten Nutzer öffentlicher Wassersysteme jährlich einen Qualitätsbericht mit Mineralwerten und Verunreinigungen – oft in der Wasserrechnung. Mieter fragen bei der EPA-Website nach. In Deutschland und der EU finden Sie vergleichbare Infos bei Ihrem lokalen Wasserwerk oder über Suchbegriffe wie „Trinkwasserqualität [Ihr Ort]“. Ähnliche Dienste gibt es in Kanada, Australien und anderswo.
Wie wirken Mineralien im Wasser auf die Gesundheit?
Selbst geringe Mengen Kalzium und Magnesium stärken Knochen, regulieren den Blutdruck und senken das Herzrisiko – Studien belegen das für Regionen mit hartem Wasser. Hoher Magnesiumgehalt kann zudem Verstopfung lindern. Hartes Wasser kann Rohre belasten, weshalb Enthärter eingesetzt werden (siehe Scientific American: „Wie funktionieren Wasserenthärter?“).
Sollten Sie zu Mineralwasser greifen?
Bei mineralarmem Leitungswasser ist Mineralwasser eine exzellente Ergänzung. Eine Studie zeigte: Täglich ein Liter senkt bei Magnesiummangel den Blutdruck. Flaschenmineralwasser enthält bis zu viermal so viel Kalzium und Magnesium wie Leitungswasser. Alternativen wie brauner Reis, Mandeln, Limabohnen oder Spinat sind gut, doch Wasser ergänzt ideal.
Unterschiede zwischen Mineralwassermarken
Nicht jedes Flaschenwasser ist Mineralwasser – vieles ist gefiltertes Leitungswasser mit zugesetzten Mineralien. Echtes Mineralwasser stammt aus Quellen mit mindestens 250 mg Mineralien pro Liter (US-Definition). Profile variieren: Europäische Importe dominieren in den USA, mit einzigartigem Geschmack und Nährwerten. Manche sind natürlich kohlensäurehaltig, andere versetzt; stille Varianten sind rar.
Vichy (Frankreich) ist natriumreich (1 Liter: Hälfte des Tagesbedarfs). Perrier ist natriumarm, magnesiumschwach. Hier ein Vergleich:
Mineralgehalt gängiger Marken (pro Liter)
| Marke | Ein Liter reicht | Kalzium | Magnesium | Kalium | Natrium |
| Apollinaris | 100 mg (10 % DV) | 130 mg (33 % DV) | 20 mg (<1 % DV) | 410 mg (17 % DV) | |
| Gerolsteiner | 348 mg (35 % DV) | 108 mg (27 % DV) | 11 mg (<1 % DV) | 118 mg (5 % DV) | |
| Perrier | 170 mg (17 % DV) | 6 mg (2 % DV) | 1,5 mg (<1 % DV) | 12 mg (<1 % DV) | |
| San Pellegrino | 200 mg (20 % DV) | 52 mg (10 % DV) | 4 mg (<1 % DV) | 36 mg (2 % DV) | |
| Vichy | 54 mg (5 % DV) | 9 mg (2 % DV) | 48 mg (1 % DV) | 1110 mg (46 % DV) |
Welches Mineralwasser empfehle ich?
Gerolsteiner (Deutschland) toppt mit 35 % DV Kalzium und solidem Magnesium bei niedrigem Natrium. Zweitplatz: San Pellegrino (Italien). Jedes Mineralwasser (außer extrem salzhaltiges Vichy) ist eine gesunde Flüssigkeitsquelle mit Bonusnährstoffen.
Ist Mineralwasser schädlich?
Kohlensäure macht es säurehaltiger als Leitungswasser, aber milder als Limonaden. Studien widerlegen Schäden am Zahnschmelz – Mineralien stärken sogar. Bei aromatisierter Kohlensäure: Strohhalm nutzen, Mund ausspülen. Für Nierensteine? Im Gegenteil: Mehr Kalzium/Magnesium und Flüssigkeit vorbeugen – Studien bestätigen Reduktion.