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Eine echte Entschuldigung schreiben: Häufige Fehler vermeiden und bewährte Vorlage nutzen

Seien wir ehrlich: Niemand entschuldigt sich gerne, wenn man einen Fehler gemacht hat. Tatsächlich sind Ausflüchte so geläufig, dass sie eigene Namen haben – Nonpologie, Unpologie oder Fauxpologie. Der Hashtag #sorrynotsorry trendet seit Jahren ironisch, etwa bei „Binge-Watching statt Putzen #sorrynotsorry“.

Wie schreibt man eine überzeugende Entschuldigung, die nicht hohl klingt? Als erfahrene Redakteurin mit Fokus auf klare Kommunikation zeige ich Ihnen, was Sie nicht tun sollten – basierend auf psychologischen Erkenntnissen und Praxisbeispielen.

Häufige Nicht-Entschuldigungen vermeiden

  1. Die „Wenn“-Entschuldigung
  2. Die Passiv-Form-Entschuldigung
  3. Die umgekehrte Entschuldigung
  4. Die blumige Fauxpologie

Lassen Sie uns diese Fallen genauer betrachten.

Die „Wenn“-Entschuldigung

Vermeiden Sie Sätze wie „Es tut mir leid, wenn Sie beleidigt waren“. Das deutet auf Überempfindlichkeit hin oder suggeriert, der Fehler sei gar nicht passiert. Stattdessen: „Es tut mir leid, dass ich Ihre Gefühle verletzt habe.“ Das „dass“ macht den entscheidenden Unterschied.

Die Passiv-Form-Entschuldigung

Passivkonstruktionen wie „Es tut mir leid, dass Ihre Schlüssel verloren gegangen sind“ (statt: „dass ich Ihre Schlüssel verloren habe“) mildern die Verantwortung ab. Berühmt ist „Fehler wurden gemacht“ – von Politikern wie Nixon bis Clinton genutzt. Bleiben Sie aktiv: „Es tut mir leid, dass ich die Spülmaschine nicht eingeräumt habe.“

Die umgekehrte Entschuldigung

Diese schiebt die Schuld um: Statt „Es tut mir leid, dass ich dich ange hustet habe“ heißt es „Es tut mir leid, dass du so keimempfindlich bist“. Fokussieren Sie auf Ihr Handeln: „Es tut mir leid, dass ich die ganze Nacht das Fenster offen ließ.“

Die blumige Fauxpologie

„Ich entschuldige mich aufrichtig bis ins Innerste meiner Seele“ klingt dramatisch, aber unglaubwürdig. Halten Sie es einfach: „Es tut mir leid, dass ich über Ihre Blumen gemäht habe.“ Keine Seifenopern-Sprache!

So schreiben Sie eine echte Entschuldigung

Nutzen Sie diese bewährte Vorlage von Professor Aaron Lazare (Autor von „On Apology“, Oxford University Press, 2005). Sie umfasst sechs Elemente für aufrichtige Reue:

  1. Den Verstoß klar anerkennen
  2. Den Effekt erklären
  3. Die Würde des Betroffenen wiederherstellen
  4. Sicherheit vor Wiederholung versichern
  5. Scham und Demut ausdrücken
  6. Angemessene Wiedergutmachung anbieten

Selbst bei Kleinigkeiten wie dem letzten Eis essen wirkt das – es zeigt Respekt. Beispiel:

Eine echte Entschuldigung schreiben: Häufige Fehler vermeiden und bewährte Vorlage nutzen

Vermeiden Sie Ausreden wie „Ich war hungrig“ – sie mindern die Wirkung.

Weiteres Beispiel:

Eine echte Entschuldigung schreiben: Häufige Fehler vermeiden und bewährte Vorlage nutzen

Falls die Entschuldigung nicht sofort angenommen wird: „Danke, dass du mir zuhörst. Ich verstehe, dass du noch verärgert bist.“ Geben Sie Zeit.

Wie Justin Bieber sagte: Es ist nie zu spät für eine gute Entschuldigung. Sie heilt verletzte Gefühle nachhaltig.

Samantha Enslen leitet Dragonfly Editorial. Mehr unter dragonflyeditorial.com oder @DragonflyEdit.

Quellen:

Lazare, Aaron. On Apology. Oxford University Press, 2005.

Bilder: Shutterstock.

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