Als werdende Eltern denken Sie sicher schon darüber nach, wie Sie Ihr Kind erziehen und unterstützen möchten. Ebenso wichtig ist es, zu überlegen, wer in Ihrer Abwesenheit für Ihr Kind da sein soll – wer als Vorbild, Berater und Wegweiser dient. Hier kommt die Patenwahl ins Spiel.
Was ist ein Pate?
Der Begriff "Pate" wird oft religiös assoziiert: Jemand, den die Eltern für die Taufe wählen, um das Kind in den christlichen Glauben einzuführen. Ein Pate muss nicht zwingend kirchlich gebunden sein. Wichtig ist, dass er oder sie ein positives Vorbild für das Kind ist und es durchs Leben begleitet – basierend auf bewährten Traditionen und familiären Werten.
Wie viele Paten kann Ihr Kind haben?
Die Anzahl hängt von der Kirche ab. Die katholische Kirche erlaubt bis zu zwei Paten (einer männlich, eine weiblich), mindestens einen. Andere Konfessionen fordern einen, drei oder mehr. Bei nicht-religiösen Paten gibt es keine Grenzen – Sie können so viele wählen, wie Sie möchten.
Wer definiert die Verantwortlichkeiten der Paten?
Bei nicht-religiösen Paten legen Eltern und Paten die Rollen gemeinsam fest:
- Die Eltern: Definieren klare Erwartungen vor der Anfrage.
- Die potenziellen Paten: Klären im Vorgespräch, was sie leisten können und wollen.
- Der Glaube/die Kirche: Bestimmt religiöse Aufgaben je nach Konfession.
Rolle und Verantwortlichkeiten der Paten
Paten dienen als starkes Vorbild und Orientierung. Ihre Pflichten umfassen religiöse, nicht-religiöse, rechtliche und finanzielle Aspekte – immer im Einklang mit den Wünschen der Eltern.
Religiöse Pflichten der Paten
In gläubigen Familien leiten Paten das geistliche Leben des Kindes. Beispiele:
- Katholische Taufe: Paten (mind. 16 Jahre, konfirmierter Katholik, praktizierend) sprechen das Glaubensbekenntnis und versorgen das Kind lebenslang spirituell. Mindestens ein, maximal zwei Paten.
- Taufpatenversprechen: Versprechen, für das Kind zu beten, es zu führen und es vor Gott zu schützen.
- Griechisch-orthodoxe Paten: Bezahlen Taufutensilien, baden das Kind nach der Ölung, bringen es dreimal zur Kommunion, lehren den Glauben und wählen Namen.
Nichtreligiöse Pflichten der Paten
Sowohl religiöse als auch säkulare Paten übernehmen:
- Positives Vorbild: Zeit verbringen, gutes Beispiel geben wie enge Familienmitglieder.
- Besondere Anlässe feiern: Meilensteine mitfeiern, Grüße schicken.
- Körperliche Gesundheit: In Kulturen wie Mexiko bei Krankheit helfen; im Todesfall des Elternpaares ggf. Sorge übernehmen.
Gesetzliche Pflichten der Paten
Rechtlich keine automatischen Pflichten, es sei denn, als Vormund bestellt.
- Eltern können Paten per Testament oder Gericht zum Vormund ernennen – prüfen Sie finanzielle Stabilität.
Finanzielle Verantwortung der Paten
Keine Pflicht, aber üblich:
- Freiwillige Unterstützung: Sparpläne, Geschenke zu Anlässen, Taufutensilien.
Tipps zur Auswahl von Paten

Die Wahl ist entscheidend. Überlegen Sie:
- Familienmitglieder mit enger Bindung.
- Enge Freunde mit geteilten Werten (Paare prüfen).
- Spirituelle Führer, ohne Dogmatismus.
- Stabile Paare, die Sie gut kennen.
Welche Faktoren sollten bei der Patenwahl berücksichtigt werden?
1. Rolle von Religion und Glaube
Passen die Paten zum Glauben? Können sie spirituelles Wachstum fördern?
2. Rolle und Pflichten
Klären Sie Erwartungen, finanzielle Aspekte und Konsequenzen.
3. Lebensstil der Paten
Soll er Vorbildqualitäten haben? Keine negativen Einflüsse.
4. Standort
Nähe fördert Präsenz; Fernbeziehungen testen.
Die Patenwahl prägt das Leben Ihres Kindes nachhaltig. Mit diesen fundierten Tipps treffen Sie die beste Entscheidung.
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