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Fremde Kinder maßregeln: Ist das eigentlich in Ordnung?

Fremde Kinder maßregeln: Ist das eigentlich in Ordnung?

Die Enkelkinder haben Spielkameraden. Manche der Freunde sind echt nett und verhalten sich bei Verabredungen auch so, wie man es seinem eigenen Enkel nahelegt. Aber es gibt auch solche, die sich ganz anders verhalten, als wir es als Großeltern von unseren Kindern und Enkeln gewohnt sind. Bei denen man schon eingreifen muss. Muss man wirklich? Ist es in Ordnung, fremde Kinder zu maßregeln, wenn sie sich nicht an die Regeln halten, die Sie mit ihren Enkeln besprochen haben?

In der Bahn, beim Einkaufen oder auf dem Spielplatz – überall begegnen uns Kinder. Manche bringen die Enkelkinder zum Spielen mit nach Hause. Anderen begegnet man nur im Umfeld, ohne sie genau zu kennen. Aber was ist, wenn wir der Meinung sind, dass sich diese Kinder nicht so verhalten, wie wir es gewohnt sind? Sollte man ein fremdes Kind auf der Rutsche ansprechen, wenn es sich vordrängelt, rücksichtslos mit kleineren umgeht oder anderen Kindern Spielzeug wegnimmt?

Grundsätzlich kann man sagen, dass Eingreifen immer in Ordnung ist. Die Frage ist aber, wann man eingreifen sollte, wenn sich ein Kind daneben benimmt. Einige Konflikte können Kinder schon in jungen Jahren alleine regeln. Ausnahme: Wird das Enkelkind oder andere Kinder durch das Verhalten eines fremden Kindes gefährdet, sollte man einschreiten. Wenn sich ein Kind aber danebenbenimmt, wenn die Eltern nicht dabei sind, sollten Erwachsene abwägen, ob es dringend notwendig ist, einzugreifen. Wir stehen da häufig zwischen persönlicher Meinung und gesellschaftlicher Akzeptanz. Wer der Meinung ist, einem Kind werden zu wenig Grenzen gesetzt, dann ist das die persönliche Meinung. Häufig untermalt mit Sätzen wie „Meine Kinder hätten was zu hören bekommen“. Verhält sich ein fremdes Kind aber verletzend gegenüber anderen, dann ist das gesellschaftliche Akzeptanz. Denn auch das Kind muss lernen, dass es mit dem Verhalten an die Grenzen der Akzeptanz seiner Umwelt stößt.