Fettleibigkeit bei Kindern ist ein globales Problem, das Eltern zunehmend beunruhigt. Ein gesundes Gewicht in der Kindheit schützt das Herz und vorbeugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch Fettleibigkeit birgt weitere Risiken wie Typ-2-Diabetes, Asthma, Schlafapnoe und psychische Belastungen durch Stigmatisierung.
Was ist der BMI?
Der Body-Mass-Index (BMI) berechnet sich als Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Bei Kindern und Jugendlichen ist er alters- und geschlechtsspezifisch (BMI-for-age). Über- oder Untergewicht kann gesundheitliche Risiken bergen.
So berechnen Sie den BMI für Kinder
Der BMI schätzt das Körperfett eines Kindes im Verhältnis zu Größe und bewertet potenzielle Gewichtsprobleme. Plotten Sie den Wert in alters- und geschlechtsspezifischen Diagrammen, um den Verlauf zu beobachten. Eine stabile Kurve signalisiert gesundes Wachstum. Lassen Sie Messungen immer vom Arzt durchführen und nutzen Sie BMI-Diagramme zur Verfolgung.
BMI-für-Alter-Wachstumsdiagramm für Mädchen
Quelle: CDC

BMI-für-Alter-Wachstumsdiagramm für Jungen
Quelle: CDC
Den BMI Ihres Kindes professionell verfolgen
Ab dem 2. Lebensjahr misst Ihr Kinderarzt den BMI routinemäßig und plottet ihn in Geschlechts- und Altersdiagrammen. So werden Wachstumsraten und Körperfettanteile berücksichtigt. Regelmäßige Kontrollen in der Akte zeigen Trends und helfen, Übergewicht früh zu erkennen – für rechtzeitige Maßnahmen.
BMI-Perzentil: Bedeutung und Interpretation
Der kindliche BMI wird als Perzentil angegeben und in Wachstumstabellen eingeplottet. Es vergleicht mit Gleichaltrigen gleichen Geschlechts und berücksichtigt Wachstumsvariationen im Körperfettanteil.
Was ist ein normaler BMI für Kinder?
Interpretationen variieren je Alter und Geschlecht – ein Vergleich mit Peers ist essenziell, da Muskelmasse zunimmt (besonders bei Jungen). Gesunder Bereich: 5. bis 85. Perzentil. Beispiele: Jungen 5 J.: 13,8–16,8; 10 J.: 14,2–19,4; 15 J.: 16,5–23,4. Mädchen 5 J.: 13,6–16,7; 10 J.: 14–19,5; 15 J.: 16,3–24.
Verwendung des BMI bei Kindern
Der BMI dient als Screening-Tool, nicht als Diagnose. Bei Auffälligkeiten folgen Hautfaltenmessungen, Ernährungschecks und Untersuchungen, um Fettgewebe zu bewerten.
Unterschied zur Erwachsenen-BMI-Bewertung
Bei Kindern muss der BMI alters- und geschlechtsspezifisch verglichen werden, da Entwicklung und Reifung variieren. Erwachsenen-Kategorien sind statisch und geschlechtsunabhängig.
Gewichtskategorien für Kinder

Basierend auf Perzentilen:
- Untergewicht: unter 5. Perzentil
- Normalgewicht: 5.–85. Perzentil
- Übergewicht: 85.–95. Perzentil
- Fettleibig: ≥95. Perzentil
Gesundheitsrisiken bei Abweichungen
Risiken bei hohem BMI (Fettleibigkeit):
- Bluthochdruck
- Hoher Cholesterinwert
- Typ-2-Diabetes
- Schlafapnoe, Asthma
- Lebererkrankungen
- Gelenk-/Muskelprobleme
- Psychische Belastungen (Depressionen, niedriges Selbstwertgefühl)
Risiken bei niedrigem BMI (Untergewicht):
- Atemwegserkrankungen
- Schwaches Immunsystem
- Verletzungsanfälligkeit
- Nährstoffmängel
Der BMI ist ein starkes Screening-Instrument – konsultieren Sie bei Auffälligkeiten Ihren Arzt für tiefergehende Analysen.