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Lockdown und verzögerte Impfungen bei Babys: So schützen Sie Ihr Kind sicher

Lockdown und verzögerte Impfungen bei Babys: So schützen Sie Ihr Kind sicher

Vor der Geburt können Sie sich kaum vorstellen, jemanden so tief und bedingungslos zu lieben. Doch schnell wird Ihr Baby zum Mittelpunkt Ihres Lebens. Als Eltern tun Sie alles, um es gesund und sicher zu halten. Die Pandemie hat vielen Familien jedoch große Ängste bereitet: Die Sorge vor einer Coronavirus-Infektion beim Klinikbesuch führt oft zu Verschiebungen von Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie vorgehen sollen, sind Sie hier richtig. Als Experten für Kinderimpfungen erklären wir die Wichtigkeit, Risiken von Verzögerungen und praktische Lösungen – basierend auf etablierten Impfplänen und Studien.

Warum sind Impfungen für Ihr Kind essenziell?

Impfungen schützen vor schweren Infektionskrankheiten wie Polio, Pocken, Röteln oder Masern. Babys haben ein noch unreifes Immunsystem und brauchen Impfungen ergänzt durch Muttermilch sowie eine ausgewogene Ernährung für optimales Wachstum. Jede Krankheit erfordert spezifische Impfstoffe zu festen Zeitpunkten, um wirksame Immunität aufzubauen. Nutzen Sie einen Impftracker oder lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt beraten, der einen individuellen Impfkalender erstellt.

In Zeiten der Pandemie zögern viele Eltern, das Kind in die Klinik zu bringen. Verzögerte Impfungen sind kein neues Problem, aber auch nicht ratsam. Hier erfahren Sie Fakten zum Nationalen Impfplan.

Was bedeutet eine verzögerte Impfung?

Verzögerte Impfungen sind Abweichungen vom empfohlenen Nationalen Impfplan, die den Schutz vor gefährlichen Erkrankungen mindern – auch bei hoher Durchimpfungsrate, da der tatsächliche Schutz kürzer ausfällt. Alternative Schemata können die Wirksamkeit beeinträchtigen, indem sie das immunologische Gedächtnis stören.

Laut einer Studie im Journal of Tropical Pediatrics gilt eine Verzögerung als streng, wenn die Impfung das zulässige Alter überschreitet, oder locker bei einer Verschiebung um zwei Wochen.

Hier der Nationale Impfplan in Tabellenform mit Verzögerungsdefinitionen:

Name des
Impfstoffs
Alter bei ImpfungStrenge VerzögerungLockere Verzögerung
BCG/OPV0Bei der Geburt>6 Wochen>8 Wochen
OPV1/DTP16 Wochen>6 Wochen>8 Wochen
OPV2/DTP210 Wochen>10 Wochen>12 Wochen
OPV3/DTP314 Wochen>14 Wochen>16 Wochen
Masern9–12 Monate>9 Monate>9 Monate + 2 Wochen
OPV/DTP-Booster16–24 Monate>24 Monate>24 Monate + 2 Wochen

Quelle: https://academic.oup.com/tropej/article/58/2/133/1636826

Manchmal wählen Eltern einen eigenen Plan (nicht empfohlen) oder folgen ärztlichem Rat bei medizinischen Gründen. Hier die häufigsten:

Medizinische Gründe für Impfverzögerungen

Der Lockdown ist ein Grund, aber nicht der einzige. Häufige medizinische Ursachen:

1. Allergische Reaktionen

Schwere Reaktionen auf vorherige Impfungen (z. B. Fieber, Atembeschwerden) erfordern Pausen. Kinder mit Eierallergie bekommen Grippeschutzimpfungen verzögert oder dosiert.

2. Hohes Fieber

Bei Fieber > 38,5 °C (101 °F) wird verschoben, um Nebenwirkungen zu unterscheiden.

3. Asthma

Anhaltende Anfälle prüfen; nasale Lebendimpfstoffe vermeiden.

4. Medikamente

Immunsuppressive wie Steroide verzögern Lebendimpfstoffe (z. B. MMR, Varizellen).

5. HIV-positiv

Lebendimpfstoffe bei schwachem Immunsystem verschieben.

6. Immunschwächetherapien

Chemotherapie oder Ähnliches erfordert Pausen für Lebendimpfstoffe.

Seit der Pandemie sanken Impfraten um bis zu 30 % für Varizellen, Pneumokokken etc.

Welche Impfstoffe können verzögert werden?

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Halten Sie den Plan ein, um Risiken zu minimieren. Einige Booster haben Spielräume:

Verzögerbar:

  • DTP B1: 16–18 Monate (bis 2 Monate Spielraum).
  • IPV-Booster: 16–18 Monate.
  • DTP B2: 4–6 Jahre (2 Jahre Spielraum).
  • HiB1-Booster: 16–18 Monate.
  • Varizellen 2: 4–6 Jahre.
  • Hepatitis A2: 16–18 Monate.
  • TDAP: 9–14 Jahre.
  • TD: 15–18 Jahre.
  • HPV 1–3: 9–18 Jahre.

Nicht verzögerbar:

  • BCG: Geburt.
  • Hepatitis B (Geburt, Woche 6/10/14).
  • OPV Geburt (innerhalb 15 Tage).
  • IPV/DTP/HiB/PCV/Rotavirus: Woche 6/10/14.
  • MMR 1/2: ab 9/15 Monaten.
  • Varizellen 1: ab 15 Monaten.
  • Hepatitis A: ab 12 Monaten.
  • Typhus: ab 6 Monaten.
  • Meningokokken: ab 9/12 Monaten.
  • Japanische Enzephalitis: ab 12/13 Monaten.

Quelle: https://www.indianpediatrics.net/dec2018/1066.pdf

Studien definieren Verzögerungen genau. Konsultieren Sie immer Ihren Kinderarzt für personalisierte Empfehlungen.

Richtlinien für Verzögerungen

Experten (z. B. WHO) raten vom Ändern ab, folgen aber bei Notwendigkeit Leitlinien. Mehrfachimfungen sind möglich (z. B. DTP+MMR), aber Antikörper-Interaktionen prüfen – Wartezeit 15–30 Tage bei Bedarf.

Mehrere Impfungen gleichzeitig?

Ja, bei Kombipräparaten. Fragen Sie Ihren Arzt.

Lockdown-Verzögerungen: Normal oder riskant?

Grundimmunisierungen nicht verzögern. Booster bei Spielraum und ärztlichem OK möglich. Prüfen Sie auf VPD-Ausbrüche lokal.

Wie lange verzögern?

Grundimpfungen streng einhalten. Booster flexibel, aber dokumentieren Sie mit Arzt.

Risiken verzögerter Impfungen

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Für das Kind:

  • Polio: Lähmung.
  • Masern: Hirnschäden/Tod.
  • Mumps: Taubheit.
  • Meningitis: Hirnschäden.
  • Tetanus: Aus Wunden.

Für Familie:

  • Immunschwache, Säuglinge, Ältere, Chronisch Kranke.

Sichere Klinikbesuche

  • Überprüfen Sie Auslastung und Hygienestandards.
  • Termin vereinbaren.
  • Max. 1 Begleitperson.
  • Masken für Kleinkinder.
  • Desinfizieren.
  • Face-Shield für Babys.
  • Personal mit Schutzausrüstung.
  • Digitale Formulare.

FAQ

1. Warum nicht alle verzögern?

Kind braucht frühen Schutz; Plan ist evidenzbasiert.

2. Vorteile?

Keine; Risiken überwiegen. Nur Booster mit Arzt-OK.

3. Stillen statt impfen?

Muttermilch ergänzt, ersetzt nicht Impfungen gegen Polio etc.

4. Versäumter Termin?

Nachholen per WHO-Tabelle, Arzt fragen.

5. Über 1 Jahr?

Booster flexibler, aber Arzt konsultieren.

Rechtzeitige Impfungen sichern eine gesunde Zukunft. Nutzen Sie Klinik-Sicherheitsmaßnahmen und ärztlichen Rat.

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