Forscher haben herausgefunden, dass Schimpansen selbstbewusst sind und die Auswirkungen ihres Verhaltens auf die Umwelt antizipieren können. Als unsere nächsten Verwandten unter den Tieren zeigen sie verblüffende Ähnlichkeiten zum menschlichen Verhalten. Hier sind spannende, kindgerechte Fakten über Schimpansen, gestützt auf etablierte Primatenforschung.
Körperliche Merkmale von Schimpansen
Die körperlichen Eigenschaften machen Schimpansen einzigartig unter den Säugetieren. Basierend auf Langzeitbeobachtungen in der Wildnis hier die wichtigsten Merkmale:
- Männliche Schimpansen erreichen bis zu 1 Meter (39 Zoll/90 cm) Größe. Ein ausgewachsener Männlicher wiegt etwa 60 kg, Weibchen zwischen 30 und 87 kg.
- Ihr Rücken wird mit etwa 20 Jahren grau.
- Sie haben schwarze Hände und Füße, ein rosa-braunes bis schwarzes Gesicht und ein markant hervorstehendes Kinn.
- Trotz langer, muskulöser Finger sind ihre Daumen im Vergleich zu menschlichen klein.
- Sie bewegen sich meist auf allen Vieren, können aber bis zu einer Meile auf den Hinterbeinen gehen und nutzen die Knöchel als Stütze.
- Sie bauen Nester aus Blättern und Ästen zum Schlafen und erreichen eine Lebenserwartung von 40 bis 45 Jahren.
Natürlicher Lebensraum der Schimpansen
Der Lebensraum von Schimpansen ist vielfältig und faszinierend – ideal, um Kinder für Naturwunder zu begeistern.
- Mit über 2,6 Millionen km² haben sie das größte Verbreitungsgebiet aller Menschenaffen.
- Sie leben in verstreuten Populationen vom südlichen Senegal bis Westuganda, Tansania und Südsenegal.
- In zentralafrikanischen Wäldern verbringen sie viel Zeit auf Bäumen.
- Ihr Habitat umfasst Savannen, Grasland und tropische Feuchtwälder von Meereshöhe bis 3.000 Metern.
- Sie bewohnen tropische Regenwälder, Tiefland- und Hochlandwälder in ganz Afrika.
Ernährung von Schimpansen
Als Allesfresser verspeisen Schimpansen Pflanzen und Tiere. Hier fundierte Einblicke in ihre Ernährungsgewohnheiten:
- Feigen decken fast die Hälfte ihrer Energiebedarf.
- Sie lieben Mangos, Bananen, Wassermelonen und Äpfel.
- Bevorzugt sind Ölpalmennüsse, Kola- und Pandanüsse.
- Bei Fruchtmangel essen sie Samen und Blätter.
- Ameisen und Termiten machen ca. 4 % ihrer Nahrung aus.
- Sie fischen Honig mit Stöcken aus Nestern.
- Palmwein, ein süßes, leicht alkoholhaltiges Getränk, wird von Schimpansen und Menschen gleichermaßen genossen.
Wie alt werden Schimpansen?
Wilde Schimpansen leben kürzer als in Gefangenschaft. Durchschnittlich erreichen sie im Freien 33 Jahre, in der Wildnis 40–50 Jahre und in Zoos 50–60 Jahre, je nach Bedingungen. Der älteste bekannte wilde Schimpanse wurde fast 63 Jahre alt.
Kommunikation bei Schimpansen

Ohne menschliche Sprache nutzen Schimpansen komplexe Körpersprache, Mimik, Laute wie Grunzen und den charakteristischen Pant-Hoot-Ruf. Visuelle Signale gliedern sich in handlungsbasierte (z. B. bei Aggressionsshows) und flaggenartige (Größe, Form, Farbe).
Warum sind Schimpansen bedroht?
Menschliche Einflüsse zerstören ihren Lebensraum, ergänzt durch illegalen Tierhandel und Buschfleischjagd. Die Population des Gewöhnlichen Schimpansen (Pan troglodytes) ist gefährdet. Wichtige Bedrohungen:
- Jagd, Habitatverlust durch Abholzung und Landwirtschaft sowie Krankheiten wie Ebola und Milzbrand.
- Buschfleisch ist gefragt; Mütter werden getötet, Jungtiere für den Haustierhandel entführt.
- Die Zahlen sinken rapide.
Noch mehr spannende Fakten für Kinder
Schimpansen teilen 98,5 % ihrer DNA mit uns Menschen. Hier weitere Highlights aus der Primatenforschung:
- Wie Gorillas und Orang-Utans sind sie große Menschenaffen mit langen Armen, kurzen Beinen und dichter schwarzer Behaarung.
- Sie leben in Afrikas Wäldern und Savannen, hauptsächlich in Gabun, DR Kongo und Kamerun.
- Gruppen von 15–80 Tieren werden von einem Alpha-Männchen geführt; Untergruppen variieren.
- Intelligente Kommunikatoren via Mimik, Gesten und Laute.
- Fellpflege stärkt soziale Bindungen und hält sauber.
- Allesfresser: Früchte, Blätter, Insekten, Eier, gelegentlich Fleisch – bis zu 200 Pflanzenarten.
- Sie nutzen Werkzeuge: Steine zum Nussknacken, Stöcke zum Insektenfischen, Blätter als Regenschutz.
- Weibchen gebären alle 5–6 Jahre, Jungtiere lernen 7–10 Jahre bei der Mutter.
- Population: 150.000–200.000 in West- und Zentralafrika, rückläufig durch Zerstörung und Jagd.
Diese Fakten wecken Neugier auf Tiere und fördern Zoo-Besuche. Ideal, um Kinder für Natur zu begeistern!
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