
Motten gehören zur Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera) und sind enge Verwandte der tagaktiven Schmetterlinge. Die meisten Motten sind nachtaktiv und lassen sich durch ihre gefiederten Antennen und die flach anliegenden Flügel im Ruhezustand von Schmetterlingen unterscheiden.
Von den rund 160.000 geschätzten Lepidoptera-Arten sind die allermeisten Motten – fast zehnmal so viele wie Schmetterlinge. Tausende Arten sind noch unbeschrieben. Viele Motten sind winzig (Mikromotten), während größere Arten bekannter sind. Die meisten sind nachtaktiv, doch es gibt auch dämmerungs- und tagaktive Species.
Was sind Motten und wo leben sie?
Motten sind keine Käfer, sondern Schmetterlingsverwandte mit sechs Beinen, zwei Antennen und drei Körperabschnitten (Kopf, Thorax, Abdomen). Sie besitzen vier Flügel und variieren in der Farbe von Grau bis Braun. Ihre Größe reicht von einem halben Zoll bis zu einem Fuß Spannweite. Weltweit gibt es etwa 160.000 Arten mit einzigartigen Formen und Farben. Sie leben auf allen Kontinenten außer der Antarktis, bevorzugen aber Afrika. Motten verstecken sich zwischen Pflanzen, um Eier abzulegen.
Unterschiede zwischen Schmetterlingen und Motten
Schmetterlinge und Motten wirken ähnlich, unterscheiden sich aber klar. Hier die wichtigsten Merkmale:
- Schmetterlinge sind tagaktiv, Motten meist nachtaktiv.
- Schmetterlinge ruhen mit geschlossenen Flügeln, Motten mit offenen.
- Schmetterlingsantennen sind schlank und enden oft keulenförmig, Mottenantennen gefiedert.
- Schmetterlinge fressen tagsüber, Motten nachts.
- Schmetterlinge bilden glänzende Puppen, Motten seidene Kokons.
- Motten sind meist kleiner als Schmetterlinge.
Verschiedene Arten von Motten
Weltweit existieren über 160.000 Mottenarten. Hier die häufigsten, oft als Schädlinge in Häusern und Gärten:
- Zigeunermotte (Schwammspinner): Unterarten wie Europäischer, Asiatischer und Japanischer Schwammspinner.
- Birkenspanner: Hauptsächlich in Irland und UK, auch Darwin-Motte genannt.
- Japanischer Seidenspinner: Für feste weiße Seide gezüchtet, aus Ostasien nach Europa eingeführt.
- Luna-Motte: Hellgrüne Flügel, weißer Körper, Amerikanische Mondmotte.
- Atlasmotte: Eine der größten, in asiatischen Wäldern heimisch.
- Indische Mehlmotte: Fällt Mais an.
- Große Wachsmotte: Honigwabenmotte, verwandt mit Mehlmotte.
- Hellbraune Apfelmotte: Blattwickler, greift Äpfel an.
Fakten zum Lebenszyklus von Motten
Motten faszinieren durch ihren Lebenszyklus. Wichtige Fakten:
- Größe: Von Stecknadelkopfgroß bis Handflächenformat (Flügelspannweite 0,11–12 Zoll).
- Nachtaktiv mit oft schwarzem Körper für Tarnung.
- Gefiederte Antennen mit Geruchssensoren – Weibchen werden aus 7 Meilen gerochen.
- Lange Rüssel für Nektar, Früchte, Beeren.
- Manche (Luna, Atlas, Prometheus) maul-los, leben nur zur Fortpflanzung.
- Wichtige Bestäuber nächtlicher weißer Blüten.
Warum fliegen Motten zum Licht?
Motten umkreisen Lichter wie magisch angezogen. Erklärungen:
- Sie nutzen Mondlicht zur Navigation.
- Künstliches Licht verwirrt sie.
- Das stört Bestäubung nächtlicher Blumen.

Warum sind Motten wichtig für uns?
Motten sind nützlich und lästig zugleich:
- Tineidae-Larven fressen Wolle, Seide (weniger Mischgewebe).
- Einfrieren unter 8 °C tötet Larven.
- Bombyx mori für Seide gezüchtet.
Was essen Motten und wie wachsen sie?
Kleidermotten (Tineola bisselliella, Tinea pellionella) fressen Naturfasern wie Wolle, Seide, Baumwolle in Kleidung, Teppichen. Bei Bedarf Tierhaare oder Synthetik.
Weitere spannende Motten-Fakten für Kinder
Noch mehr Wissenswertes:
- Mottenkugeln schützen vor Larven.
- Schwammspinner in Afrika, Europa, Nordamerika.
- Kolibrimotte (Hemaris thysbe) ähnelt Kolibris.
- Teil der Schmetterlingsordnung.
- Ca. 160.000 Arten weltweit.
- Bestäuben spezielle Blumen.
- Weibchen legen 40–1.000 Eier.
- Schädlinge wie Maiszünsler.
- Antennen gefiedert, nicht keulenförmig.
- Neun Motten pro Schmetterling.
- Manche tag- oder dämmerungsaktiv.
Nun kennst du Motten besser – ihren Zyklus, Unterschiede und Geheimnisse!
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