"Welches Sternzeichen haben Sie?", fragte sie. Ich war verblüfft, denn ich hatte mir bei meinem Einstieg in diese neue Organisation fest vorgenommen, niemanden danach zu fragen. Doch bei ihrer Frage zögerte ich: Will ich das wirklich preisgeben? Was, wenn sie anhand meines Zeichens meine Persönlichkeit errät? Früher hatte ich das selbst oft gemacht.
Es fühlte sich an, als würde ein Gesichtsleser mich auffordern, meinen Schleier abzunehmen – als könnte jemand mich von innen nach außen lesen. Während ich ihre Absichten erriet, stand sie lächelnd da, voller positiver Energie. Tatsächlich war ich versucht, ihr Sternzeichen zu erfragen.
Sie ließ mir keine Zeit zum Nachdenken. Meine Antwort kam zögerlich, und meine Gedanken rasten: Was denkt sie nun von mir, wenn ich nicht mal mein eigenes Sternzeichen kenne? Früher hatte ich anderen genau so zugesetzt: "Sagen Sie mir Ihr Geburtsdatum, ich verrate Ihnen Ihr Zeichen."
Da beugte sie sich vor: "Sag mir dein Geburtsdatum, ich nenne dir dein Sternzeichen."
Ich ignorierte die Aufforderung, um nicht wie ein Neuling zu wirken, und sagte einfach: "Ich bin Fisch."
Begeistert rief sie: "Wow! Ich auch!" Meine Zweifel schwanden. Typisch Fische – wie aus dem Schultagebuch: "Alle Indianer sind meine Brüder und Schwestern." Ich fühlte mich mit allen Fischen verbunden.
Ich ahnte ihre nächste Frage. "Sag mir dein Geburtsdatum!" – "Der XX. März 19XX." Sie jubelte: Ihr Datum war der (XX-1). März 19(X-1)X.
Mir wurde klar: Viele Fische – oder zumindest wir beide – ähneln sich. Diese Dame, meine erste Freundin in der Organisation, Ms. Suparna, erwies sich als die optimistischste, hyperaktivste, praktischste, fürsorglichste und bodenständigste Person, die ich kenne. Eine von Tausenden Fischen, die laut Bestsellerautorin Linda Goodman gegen den Strom schwimmt.
Ich bin dankbar, sie getroffen zu haben, und fühle mich geehrt, in ihrer Freundesliste zu stehen.
(Von Kalpana Mishra)