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Unsere Hassliebe zum Glauben: Reflexionen aus der Bhagavad Gita über Karma und Schicksal

Unsere Hassliebe zum Glauben: Reflexionen aus der Bhagavad Gita über Karma und SchicksalAls ich letzte Woche eine Bhagavad-Gita-Sitzung für meine Website moderierte, teilte mein Co-Moderator – ein erfahrener Chirurg und spiritueller Lehrer – einen Gedanken, der mich tief berührte und diesen Artikel inspirierte. Laut der Bhagavad Gita bewegt sich nicht einmal ein Grashalm ohne Gottes Willen. Ist all das Leid um uns herum also Teil eines göttlichen Plans? Leider gibt es hier keine einfachen Antworten.

Vor Kurzem verlor ich eine enge Freundin an Covid. Jung, gesund und voller Leben, erwartete sie ihr erstes Kind, als das Virus zuschlug. In einer tragischen und zugleich wundersamen Wendung brachte sie einen gesunden Jungen zur Welt und verstarb sieben Tage später. Ihre Familie, zutiefst getroffen von ihrem frühen Tod, muss nun zusehen, wie das Kind ohne seine leibliche Mutter aufwächst. Ein Leben endet, ein anderes beginnt – Wunder oder grausames Schicksal? Es hängt von der Perspektive ab.

Wir kennen die Geschichte von Dhritarashtra aus dem Mahabharata: Blind geboren, verlor er all seine 100 Söhne im Krieg. Sein Schicksal wurzelte in Sanchita-Karma aus einem früheren Leben – 50 Inkarnationen zuvor als Jäger, der ein brennendes Netz auf einen Baum warf, wodurch 100 Vögel starben und andere blind wurden. Viele empfinden diese 'Bestrafung' als brutal und ungerecht, da wir keine Kontrolle oder Erinnerung an vergangene Leben haben. Dennoch bleibt unsere freie Wahl in diesem Leben entscheidend: Wir müssen richtig handeln, wissend, dass Konsequenzen folgen. So bauen wir einen Kreislauf guten Karmas auf – auch wenn Angst uns antreibt.

Wir feiern Erfolge mit Pomp und Pracht: Geburtstage, Hochzeiten, Beförderungen, Geburten. In Krisen jedoch wenden wir uns leise, flehend an Gott und beten inbrünstig um Besserung. Besserung eintritt? Zurück zum Alltag. Nicht? Wir geben Gott die Schuld und fragen: Warum treffen gute Menschen Schlechtes? Die Kernfrage: Warum diese Geben-und-Nehmen-Beziehung zu Gott oder unserem Glauben? Glaube ist kein schnelles Investment mit Garantierendite, sondern wie eine treue Bank: Zahlen Sie Karma ein, es wächst – Rendite kommt zur rechten Zeit.

Die letzten 14 Monate waren eine Zerreißprobe – viele kämpften selbst gegen Covid oder verloren Angehörige. Dennoch stehen wir täglich auf und meistern den Tag, getragen vom Glauben. Ohne ihn wären wir wie die durstige Krähe am See, die zu früh aufgibt. Gerade wenn Aufgeben lockt, müssen wir durchhalten. Danken Sie Gott nicht für das Leid, sondern für die Kraft, es zu meistern. Es hätte schlimmer kommen können.

Bauen Sie jetzt Ihren Glaubenskreis auf!
Geschrieben von Ishita Sharma
Ishita Sharma ist Redakteurin bei Speaking Tree Digital. Erreichbar unter Ishita.Sharma1@timesinternet.in