Gibt es wahre Liebe wirklich?Frage: Ich habe mehrere Beziehungen hinter mir, die immer in schmerzhaften Trennungen endeten. Ich glaubte jedes Mal verliebt zu sein, doch die Umstände und Partner änderten sich. Manche betrogen mich, obwohl sie ihre Liebe beteuerten, und manchmal habe ich mich entliebt. Heute zweifle ich am Konzept der wahren Liebe. Ich scheue neue Beziehungen, da ich befürchte, es ende wieder hässlich. Beziehungen beruhen für mich auf Kompromissen, Liebe ist vergänglich. Mit 29 Jahren drängen meine Eltern mich zu einer Partnerin – doch nach all den Lügen und Betrug kann ich nicht investieren. Was raten Sie? – AnonymAntwort von Zankhana Joshi: In meiner langjährigen Praxis als Psychologin und Tanzbewegungstherapeutin in Mumbai habe ich unzählige Fälle begleitet, in denen "Liebe" zu tiefen Verletzungen führte: gebrochene Herzen, zerstörtes Vertrauen, ramponiertes Selbstwertgefühl und Desillusionierung. Es ist klug, dass Sie Klarheit suchen.
Wir starten oft mit romantischen Idealvorstellungen in die erste Beziehung, auf der Suche nach Sinn und Erfüllung. Wahre Liebe muss jedoch egoistische Motive überschreiten, das Wohl beider Partner fördern und bereichern. Leider werden Menschen manchmal egoistisch und täuschen aus Eigennutz. Wiederholte dysfunktionale Erfahrungen lassen Sie berechtigt zweifeln. Reflektieren Sie Ihr eigenes Muster: Gibt es Parallelen in Ihren Beziehungen? Trauern Sie Verluste ab? Verstehen Sie Ihre Bedürfnisse, bevor Sie weitermachen? Eine unheile Seele kann keine gesunde Partnerschaft eingehen.
Nach einer Trennung ist Heilung entscheidend, um Vertrauen wieder aufzubauen – zu sich selbst und anderen. Wir minimieren oft Schmerz, doch offene Wunden erschweren neues Vertrauen.
Haben Sie zwischen Beziehungen Pausen eingelegt? Nehmen Sie sich Zeit zur Reflexion, lassen Sie Emotionen stabilisieren. So starten Sie bewusster und mit höheren Erfolgschancen. Vertrauen braucht positive Erlebnisse.
Sie sehen Beziehungen als Kompromiss: Ungelöste Emotionen trüben die Logik, lassen uns Realität ignorieren und Beziehungen verlängern, die scheitern sollten. Gesunde Partnerschaften erfordern Anpassungen mit Akzeptanz – Unterschiede werden nicht erzwungen, sondern angenommen.
Prüfen Sie Ihr Gepäck: Kindheitserfahrungen oder Selbstzweifel sabotieren oft. Ungelöster Schmerz blockiert offene Liebe. Viele Klienten wiederholen familiäre Dysfunktionen. Selbstliebe heilt: Arbeiten Sie an Selbstwert, bekämpfen Sie innere Kritik.
Selbstvertrauen und Liebesfähigkeit bestimmen Ihr Wohlbefinden. Bei Bedarf hilft Therapie. Bewusstsein, Vergebung, Akzeptanz und Liebe heilen alles!
Zankhana Joshi ist eine etablierte Psychologin und Tanzbewegungstherapeutin in Mumbai.
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