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Mein Mann hält mich für 'nutzlos', weil ich Hausfrau bin – Rat einer erfahrenen Psychologin

Mein Mann hält mich für  nutzlos , weil ich Hausfrau bin – Rat einer erfahrenen PsychologinMein Mann hält mich für 'nutzlos', weil ich Hausfrau bin
Frage: Ich bin seit fünf Jahren verheiratet, Hausfrau und Mutter von zwei Kindern. Wir kommen aus bürgerlichen Verhältnissen. Mein Mann meint, ich leiste keinen Beitrag zur Familie, da ich nicht berufstätig bin. Er nennt mich mehrmals 'nutzlos' und sagt, ich kümmere mich nur um ein paar Hausarbeiten. Ich habe ihm erklärt, dass Kinderbetreuung und Haushaltsmanagement anspruchsvolle Aufgaben sind – doch seine Haltung ändert sich nicht. Was kann ich tun, um seine Sicht zu verändern? – Anonym

Antwort von Zankhana Joshi: Es tut weh, täglich hart zu arbeiten und statt Anerkennung als 'nutzlos' abgestempelt zu werden. Diese Worte können Ihr Selbstwertgefühl und Wohlbefinden nachhaltig belasten. Gut, dass Sie Hilfe suchen.

Um die Haltung Ihres Mannes zu verstehen, hilft ein Blick auf systemische Ursachen. In patriarchalischen Gesellschaften wie Indien gilt der Verdiener als mächtigstes Familienmitglied – durch Einkommen, Erbschaft und Entscheidungsgewalt. So äußert er frei seine Meinung über Ihren Beitrag.

Geschlechterrollen werden früh geprägt: Jungen und Mädchen lernen passende Verhaltensweisen, oft subtil, manchmal mit Bestrafung. Zu Hause teilt sich die Arbeit: Mann als Ernährer, Frau als Haushalts- und Kinderbetreuerin. Hausarbeit gilt leider als unwirtschaftlich, obwohl sie immense Mühe erfordert.

Heutige hohen Lebenshaltungskosten und Jobstress belasten Alleinverdiener. Berufstätige Frauen könnten Ihren Mann neidisch machen – daher minimiert er Ihren Beitrag.

Dies ist ein gesellschaftliches Problem, doch Haushaltsänderungen wirken sich aus. Zuerst stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein: Ihr Haushalt schafft Wert, indem Rohstoffe zu Mahlzeiten werden, Wäsche sauber ist und Kinder gedeihen – das entlastet Ihren Mann und fördert die Familie. Schätzen Sie Ihre Arbeit um ihres Sinns willen, unabhängig vom Geldwert. Das untergräbt patriarchale Strukturen.

Kommunizieren Sie offen: Heben Sie alle Rollen hervor – Erziehung, Haushalt, Verdienst. Finden Sie eine Stärken-basierte Aufteilung, vielleicht mit Nebenverdienst oder Hobbys. Bei Bedarf holen Sie professionelle Hilfe. Sie sind für Ihr Wohlbefinden verantwortlich.

Der Schlüssel: Ändern Sie zuerst Ihr Selbstvertrauen – starten Sie dort!

Zankhana Joshi ist Gründerin von Tatvamasi, einem Beratungszentrum in Mumbai. Als Psychologin und Tanzbewegungstherapeutin berät sie zu Beziehungen und psychischem Wohlbefinden.

Suchen Sie Rat für Ihre Beziehung? Schreiben Sie an: expertadvice.toi@gmail.com