Welcher von uns hat nicht schon einmal einen Ballon in den Himmel steigen lassen oder bedauernd zusehen müssen, wie einer davonfliegt? Der Anblick eines schwebenden Ballons fasziniert uns immer wieder – eine magische Erfahrung.
Für viele ist das Loslassen von Ballons eine berührende Möglichkeit, Gedanken, Erinnerungen und Gebete für verstorbene Angehörige in den Himmel zu schicken. Es schafft ein Gefühl des Loslassens und eine sentimentale Form, Trauer auszudrücken.
Trotz ihrer Beliebtheit birgt die Ballonfreigabe ernsthafte Umweltprobleme. Warum ist das so?
Warum schadet das Loslassen von Ballons?
Ballonfreigaben sind umstritten, weil sie Müll hinterlassen, Wildtiere verletzen oder töten können und Helium verschwenden. Josh McCarty vom National Marine Aquarium betont: „Wir wollen keine Spielverderber sein, bitten aber die Öffentlichkeit, bei Ballons mitzufühlen und Reduzieren, Wiederverwenden sowie Recyceln zu berücksichtigen. Kleine Veränderungen summieren sich zu großer Wirkung für unseren Planeten.“
In manchen Regionen ist Ballonfreigabe sogar illegal. In den USA verbieten Connecticut und Florida mehr als 10 Ballons pro Stunde und Ort. Virginia erlaubt bis zu 50. Staaten wie Tennessee, Texas, Kalifornien, Massachusetts, New York und Maryland haben entsprechende Gesetze. Auch in Australien (Queensland, New South Wales) sowie Wales und Teilen des Vereinigten Königreichs gelten Vorschriften.
Tier- und umweltfreundliche Ballonfreigabe gestalten
Falls Sie eine Ballonfreigabe planen, wählen Sie diese Maßnahmen:
- Verwenden Sie ausschließlich vollständig biologisch abbaubare Ballons.
- Füllen Sie sie mit Luft, nicht mit Helium.
- Binden Sie die Ballons von Hand fest.
- Vermeiden Sie Plastikclips, Aufsätze, Bänder oder Schnüre. Selbst biologisch abbaubare Baumwollschnüre oder Bastbänder können sich in Bäumen oder Leitungen verfangen und Tieren schaden.
Beliebte Alternativen zur Ballonfreigabe
Virtuelle Ballons: Lassen Sie online mit Familie und Freunden einen digitalen Ballon steigen.
Seifenblasen: Mischen Sie eine Blasenlösung und lassen Sie die Blasen vom Wind davontragen. Im Winter eignen sich riesige Blasen mit Frostmustern. Das Pusten fördert zudem tiefes Atmen – ideal, um Emotionen loszulassen.
Schwimmende Blumen: Lassen Sie die Lieblingsblumen oder Blätter Verstorbener einen Bach hinuntertreiben.
Drachen: Drachenfliegen ist eine uralte Tradition bei Beerdigungen. Bauen und fliegen Sie Drachen, um geliebte Menschen zu ehren – es vermittelt Ehrfurcht, Ruhe und Frieden. Bunte Drachen wirken wie „Buntglasfenster am Himmel“ mit ihrem Summen. In China symbolisieren sie Leben und Ehrung der Toten; in Guatemala hängen Botschaften am Schwanz, um mit Verstorbenen zu kommunizieren.
Windräder: Kaufen oder basteln Sie Windräder. Sie erinnern an den ewigen Geist in uns: Beim Wehen des Winds drehen sie sich und symbolisieren Lebenskraft.
Schmetterlinge: Freilassen von Schmetterlingen steht für Wandel und Neubeginn. Gehen Sie sorgfältig vor und wählen Sie nur heimische Arten, die lokal überleben.
Tauben: Symbolisch schön, erfordert dies Profis mit trainierten Tauben.