Als Mutter von acht Kindern weiß ich, wie herausfordernd es sein kann, Einkäufe zu managen. Ich plane meine Supermarkt-Trips strategisch in einer anderen Stadt, um Ablenkungen durch Bekannte zu vermeiden – und verbringe trotzdem Stunden mit dem Einräumen. Doch letzte Woche hat mich ein kleines Mädchen, etwa sechs Jahre alt, zum Nachdenken gebracht. Sie führte ein Telefonat mit ihrer Großmutter, verstaute ihr Handy achtlos und griff ohne zu fragen nach Süßigkeiten. Ihr Vater gab nach, als sie sich zu müde fühlte, um es selbst zu erledigen. Solches Verhalten ist leider keine Ausnahme mehr.
Amy McCready, Gründerin von Positive Parenting Solutions, beschreibt in ihrem Artikel 9 Anzeichen für Anspruchsprobleme bei Kindern typische Symptome. Egal, ob Sie unbeabsichtigt ein solches Gefühl gefördert haben – es gibt effektive Wege, es zu korrigieren. Hier sind fünf praxisnahe Strategien, die auf meiner langjährigen Erfahrung mit einer großen Familie und fundierten Erkenntnissen basieren, um Ihrem Kind Werte jenseits des Materiellen näherzubringen.
5 Strategien gegen Anspruchsdenken
1. Fördern Sie eine starke Arbeitsmoral
Kinder und Hausarbeiten sind oft ein Streitpunkt. Manche Familien setzen auf klare Systeme, andere scheuen den Druck durch Schule und Hobbys. Forschung zeigt jedoch: Kinder, die regelmäßig mithelfen, entwickeln höheres Selbstwertgefühl, mehr Verantwortungsbewusstsein, besseren Umgang mit Frustration und Erfolg in der Schule. In meiner Familie mit acht Kindern war das essenziell – es lehrte Verantwortung und ermöglichte Taschengeldverdienst.
Laura Adams vom Money Girl Podcast (Quick and Dirty Tips) betont: Taschengeld hilft Kindern, den Wert von Geld zu verstehen. Tools wie Family Mint oder Mint erleichtern Budgetierung und motivieren nachhaltig.
2. Definieren Sie klare Hausregeln für teure Käufe
Kinder wollen oft das Neueste: Smartphones, Laptops oder Designer-Klamotten, um mitzuformen. In unserem Haushalt gilt: Alles über 50 € braucht einen Plan – entweder durch Arbeit oder Sparen. So stoppen Sie Betteln im Keim und erinnern einfach an die Regel. Konsistenz schafft Sicherheit.
3. Lehren Sie, dass Scheitern zum Lernen gehört
Viele Eltern erfüllen Wünsche, um Enttäuschungen zu vermeiden. Doch Kinder brauchen Erfolge durch Anstrengung, nicht Teilnahmeprämien. Als Unterstützerin unzähliger Sportereignisse meiner Kinder weiß ich: Scheitern motiviert. Olympionike Cobi Jones sagt treffend in seinem Video „Trophäen sind zum Gewinnen“: „Ohne Einsatz kommst du nicht voran – und Stillstand fühlt sich schrecklich an.“
4. Entdecken Sie den Charme des Second-Hand-Kaufs
Second-Hand-Shopping boomt – auch bei Designerstücken. Es spart Geld und entkräftet den Mythos, dass nur Neukauf „cool“ ist. In meinen Trends für 2020 stand es obenan: Markenschuhe für unter 100 €, die das Kind schnell auswächst? Perfekt für Tweens und Teens. Probieren Sie ThredUp oder lokale Läden – es macht Spaß!
5. Integrieren Sie Dankbarkeit in den Alltag
Dankbarkeit wirkt nachweislich positiv auf das Gehirn. Fangen Sie jung an: Erinnern Sie an ein kuscheliges Bett, ein Zu-Fahr-Auto oder liebevolle Großeltern. Unsere Familienroutine: „Wofür bist du heute am dankbarsten?“ Mehrmals wöchentlich beim Essen oder unterwegs. Heute initiieren meine Älteren das selbst.
Haftungsausschluss
Alle Inhalte dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen nicht den Rat eines qualifizierten Psychologen. Bei individuellen Problemen konsultieren Sie bitte einen Fachmann.