Nach einem Jahr Ehe wurde ich schwanger. Als Berufstätige, die auf ärztlichen Rat täglich vier Stunden mit dem Bus pendelte, nahm ich ab dem ersten Monat Urlaub. Da mir kein bezahlter Urlaub zustand, wählte ich Lohnausfallurlaub – mit viel Stress durch den Job. Früher riefen sie monatlich an und drängten mich zur Rückkehr, doch ich lehnte ab: „Während meiner Beurlaubung übernimmt jemand meine Arbeit. Keine Arbeit, kein Lohn – kein Verlust für Sie. Aber für mein Baby im Bauch muss ich sorgen. Niemand kann mich ersetzen. Ich komme zurück, wenn es sechs Monate alt ist.“
Die Tage vergingen wie im Flug. Jeder Moment war ein Wunder: Das erste Lebenszeichen im Bauch, Ultraschalltermine, Berichte über das Babygewicht – pure Magie für mich. Ich brachte ein kleines Mädchen zur Welt. Der erste Schrei, der erste Blick auf mein Kind: Gefühle, die Worte übersteigen. Der glücklichste Moment meines Lebens. Das Baby in den Armen halten und zum ersten Mal nähren – ein Gefühl, das nur Mütter kennen.
Nach sechs Monaten kehrte ich an den Arbeitsplatz zurück. Meine Eltern unterstützten mich tatkräftig. Doch als berufstätige Mutter verpasste ich unvergessliche Augenblicke. Als sie Fieber hatte und nach mir weinte, konnte ich keinen Urlaub nehmen und ging tränenblind ins Büro. Dieser Schmerz lässt sich nicht beschreiben. Damals dachte ich: Ein Kind reicht.
Aber das Mutterherz stimmt nicht zu. Ich sehnte mich nach einer neuen Schwangerschaft, nach der Hand auf dem Bauch, nach Ultraschallberichten und dem ersten Schrei eines zweiten Kindes. So wurde ich erneut schwanger, genoss jeden Tag und brachte einen kleinen Jungen zur Welt. All diese süßen Momente erlebte ich zweimal. Das ist das Mutterherz – meines schlägt weiter für das Lächeln und die Freude meiner Kinder.
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