Wir alle kennen Momente, in denen das Leben überwältigend wirkt – schlechte Tage, Kämpfe und der Gedanke, dass alles ungerecht ist. Doch die meisten von uns haben viel zu schätzen: ein Dach über dem Kopf, ausreichend Essen und geliebte Menschen an unserer Seite.
Pflegekinder erleben jedoch eine andere Realität.
Sie müssen sich keine Sorgen machen, ob sie sicher schlafen können. Sie sehnen sich nicht nach Grundbedürfnissen wie Seife, einer Zahnbürste oder einem Zuhause mit fließendem Wasser und Strom. Viele Kinder kennen diese einfachen Freuden nicht.
Die Wunschliste eines Pflegekindes aus Oklahoma ging viral im Internet und berührt zutiefst. Sie listet Wünsche auf, die wir für selbstverständlich halten, und offenbart die harten Lebensumstände vieler Kinder.
Trotz der Traurigkeit gibt es Hoffnung: Die Organisation Dream Catchers for Abused Children teilte diese Liste. Noch schmerzlicher sind oft die damit verbundenen Geschichten von Missbrauch.
Kinder weltweit leiden. Alle 47 Sekunden wird ein Kind missbraucht oder vernachlässigt.
Laut dem Bericht des Children's Defense Fund "State of America's Children" aus 2014 wurden täglich 1.825 Kinder missbraucht oder vernachlässigt – eine Zahl, die 2016 auf 1.854 anstieg.
2018 meldete der Fonds 673.000 Opfer, davon die Hälfte unter 7 Jahren. 435.052 Kinder landeten in Pflegefamilien, 41 Prozent davon unter 6 Jahren.
Kein Wunder, dass das Kind aus Oklahoma Wünsche wie „Schlag mich nicht“, „Töte meine Haustiere nicht“ oder „Verkaufe mein Spielzeug nicht“ notierte. Stellen Sie sich vor, um fließendes Wasser und Licht bitten zu müssen.
Viele Pflegekinder misstrauen daher und sind verärgert – verständlich angesichts solcher Erfahrungen.
So können Sie Pflegekindern helfen
1. Respite Care bieten
Pflegefamilien entlasten, indem Sie kurzfristig auf deren Kinder aufpassen.
2. Transport übernehmen
Viele Agenturen suchen Fahrer für Arztbesuche und Termine.
3. Spendenaktionen organisieren
Führen Sie Wanderungen durch, um Bewusstsein zu schaffen und Geld zu sammeln.
4. Fürsprecher werden
Stellen Sie sicher, dass Kinder im System nicht untergehen und ihre Bedürfnisse erfüllt werden.
5. Ersten Job vermitteln
Arbeitserfahrung und Verdienstmöglichkeiten sind unschätzbar.
6. Spenden leisten
Schulsachen, Spielsachen, Hygieneartikel an Heime oder Pflegestellen abgeben.
Mögen die Wünsche dieses Kindes erfüllt worden sein – und vielen anderen. Niemand sollte nach einem sauberen Zuhause, guten Schuhen oder harmonischen Eltern verlangen müssen. Es ist Zeit zum Handeln.
Anmerkung des Herausgebers: Dieser Artikel wurde ursprünglich im Juli 2015 veröffentlicht und mit den neuesten Informationen aktualisiert.