LOL! ROFL! Diese Akronyme kennen die meisten von uns aus Chats mit Freunden in sozialen Netzwerken oder WhatsApp. Doch für die Cybersicherheit Ihrer Kinder reicht das nicht aus. Als Experten für Kinderschutz im Internet wissen wir: Jugendliche nutzen geheime Codewörter, um sensible oder riskante Gespräche vor Eltern zu verbergen.
Es ist unmöglich – und auch nicht ratsam –, jede Online-Aktivität Ihres Kindes zu überwachen. Kinder brauchen in der Pubertät Privatsphäre und Unabhängigkeit. Dennoch müssen wir als Eltern wachsam bleiben, besonders im Netz.
Cybersicherheitsexperten haben gängige Codewörter identifiziert. Manche sind harmlos, andere signalisieren Gefahren. Seien Sie aufmerksam!
Codewörter, um Geheimnisse vor Eltern zu verbergen
Wenn Ihr Kind diese Begriffe verwendet, plant es möglicherweise Gespräche, die Sie ablehnen würden – von Klagen über Familienmitglieder bis hin zu unangemessenen Inhalten.
- PIR – Eltern im Raum
- 9 – Eltern beobachten
- 99 – Eltern weg
- POS – Eltern über die Schulter
- KPC – Eltern ahnungslos halten
Codewörter für unangemessene Bilder oder Videos
Das Teilen von Fotos und Videos ist üblich, birgt aber Risiken. Jugendliche teilen manchmal Nacktbilder mit Online-Kontakten, was zu Cybermobbing oder Erpressung führen kann. Das Netz lauert voll von Kriminellen und Missbrauchern. Sprechen Sie bei diesen Begriffen sofort an.
Ein offenes Gespräch über Internetsicherheit kann viel bewirken.
- SUGARPIC – Suggestives oder erotisches Foto
- WTTP – Bilder tauschen?
Codewörter für sexuelle Aktivitäten
Die Pubertät ist eine vulnerable Phase. Emotionen können zu riskanten Entscheidungen führen, oft versteckt vor Eltern. Das Internet ist voller ungeeigneter Inhalte. Achten Sie auf diese Warnsignale:
- LH6 – Lass uns Sex haben
- IPN – Ich poste nackt
- KFY / K4Y – Kuss für dich
Codewörter für Treffen im echten Leben
Online-Freunde können eng werden, doch Treffen bergen Gefahren wie Grooming oder Missbrauch. Ein kürzlicher Fall in Tamil Nadu zeigt die Risiken: Ein Mädchen wurde von einem vermeintlichen Freund missbraucht. Prüfen Sie diese Signale.
- WYCM – Rufen Sie mich an?
- (L)MIRL – (Let's) Meet in Real Life
Schützen Sie Ihr Kind durch regelmäßige Checks, offene Gespräche über Cybersicherheit und ein vertrauensvolles Zuhause. So fühlt es sich sicher, sich Ihnen anzuvertrauen.