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Dengue-Fieber bei Kindern: Symptome erkennen, Diagnose und Behandlung

Dengue-Fieber bei Kindern: Symptome erkennen, Diagnose und Behandlung

Jedes Jahr erkranken weltweit über 500 Millionen Menschen an durch Mücken übertragenen Krankheiten wie Malaria, Zika, Chikungunya, Gelbfieber und Dengue-Fieber, was zu rund 2,7 Millionen Todesfällen führt. Dengue ist in Indien besonders häufig und tritt dort regelmäßig epidemisch auf. Glücklicherweise ist es gut behandelbar mit einer niedrigen Sterblichkeitsrate. Dieser Beitrag, basierend auf WHO-Daten und klinischer Expertise, erklärt Symptome, Diagnose, Behandlung und Prävention bei Kindern.

Was ist Dengue-Fieber und wie wird es übertragen?

Das Dengue-Fieber wird von weiblichen Aedes-Mücken übertragen, erkennbar an ihrem gestreiften Hinterleib – daher der Name Tigermücke. Sie bevorzugen warme, tropische und feuchte Regionen und vermehren sich in stehendem Wasser, weshalb Ausbrüche im Monsun typisch sind. Im Gegensatz zu Nachtmücken beißen Aedes-Mücken tagsüber, vor allem morgens und abends.

Die Mücke überträgt das Dengue-Virus, nicht selbst die Krankheit verursachend. Es gibt fünf Serotypen, die jeweils Immunität gegen sich selbst, aber nur teilweise gegen andere bieten. Die WHO schätzt jährlich 3 Millionen gemeldete Fälle, die tatsächliche Zahl könnte über 400 Millionen liegen. Das Virus gelangt über den Stich ins Blut, infiziert weiße Blutkörperchen und breitet sich in Organe wie Leber oder Knochenmark aus. Meist klingt es nach 2–10 Tagen ab, doch in 5 % der Fälle droht das schwere hämorrhagische Dengue-Fieber.

Bei Neugeborenen selten, kann es perinatale Übertragung von infizierten Müttern geben, selten auch via Blut- oder Organtransplantation. Person-zu-Person-Übertragung ist unwahrscheinlich.

Symptome von Dengue bei Kindern

In 80 % der Fälle verläuft Dengue symptomlos, besonders bei Säuglingen. Bei jüngeren Kindern treten Symptome nach 4 Tagen stärker auf. Achten Sie auf folgende Anzeichen:

Dengue-Fieber bei Kindern: Symptome erkennen, Diagnose und Behandlung

  • Grippale Symptome: Hohes Fieber, Schnupfen, Husten, Müdigkeit.
  • Verhaltensänderungen: Reizbarkeit, Weinen, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen.
  • Körperliche Schmerzen: Muskel- und Gelenkschmerzen, Augenschmerzen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen („Breakbone-Fieber“).
  • Magen-Darm-Beschwerden: Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Häufiges Erbrechen signalisiert Komplikationen.
  • Hautausschlag: Juckender, masernartiger Ausschlag, oft an Fußsohlen.
  • Blutungen: Nasen- oder Zahnfleischbluten durch Thrombozytopenie.

Schwere Formen (hämorrhagisches Dengue oder Dengue-Schock-Syndrom) umfassen starke Blutungen, Schock, Blutdruckabfall und Organversagen. Bei Verdacht sofort zum Arzt!

Erste Maßnahmen bei Verdacht auf Dengue

Bis zum Arztbesuch:

  • Bettruhe einhalten.
  • Flüssigkeitszufuhr steigern (heller Urin prüfen).

Dengue-Fieber bei Kindern: Symptome erkennen, Diagnose und Behandlung

  • Stillen fortsetzen oder ORT-Lösung (Apotheke), Kokoswasser, Zitrusgetränke geben.
  • Bei Fieber: Paracetamol + kalte Kompressen.
  • Kein Ibuprofen oder Aspirin (Blutplättchen senken).

Diagnose von Dengue bei Kindern

Kinderarzt untersucht Symptome, Reisenachweise und Anamnese. Bluttest bestätigt das Virus. Frühe Diagnose ist entscheidend.

Behandlung von Dengue bei Kindern

Keine spezifische Therapie, aber supportive Maßnahmen senken die niedrige Sterblichkeitsrate weiter. Ruhe, Flüssigkeit, Ernährung stärken das Immunsystem. Paracetamol gegen Schmerzen. Bei Schweregrad: Krankenhaus mit IV-Infusion, Sauerstoff, Blutdruckkontrolle, ggf. Transfusionen.

Dengue-Fieber bei Kindern: Symptome erkennen, Diagnose und Behandlung

Komplikationen des hämorrhagischen Dengue

Unbehandelt drohen Thrombosen, Krampfanfälle, Organschäden, Schock oder Tod.

Prävention von Dengue-Fieber

Vorbeugen ist Schlüssel:

  • Stehendes Wasser entfernen (Becher, Eimer, Abflüsse).
  • Kerosin in unentfernbaren Gewässern.
  • Räuchern (Neem, Kokosnussschalen) oder Profis.
  • Schutzkleidung, Hygiene.
  • Moskitonetze, -cremes (kindgerecht).
  • Fliegengitter, Indoor-Aktivitäten in der Regenzeit.

Impfstoffe existieren teilweise, volle Abdeckung in Entwicklung. Basierend auf WHO-Richtlinien.

Quellen:

  • WHO.int
  • Healthline
  • Mayo Clinic

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