Als ich im Krankenhausbett lag und die Besucher im Gemeinschaftsraum kommen und gehen sah, wurde eines Nachts eine Dame ins Bett neben mir verlegt. Sie wirkte hochgradig kritisch, daher unterließ ich zunächst jeglichen Smalltalk, unsicher, ob sie dazu in der Lage war. Doch nach einem Tag der Beobachtung brach ich das Eis.Das Pflegepersonal hatte Mühe mit ihr: Sie riss sich wiederholt die Sauerstoffmaske herunter. Ihre Schwester rief an und mahnte sie, stark zu bleiben. Sie sprach auch mit ihren kleinen Kindern, um mentale Kraft zu schöpfen. Irgendwann mischte ich mich schützend ein.
Ich erzählte ihr, dass mein Zustand bei der Aufnahme identisch gewesen sei. 'Erinnere dich: Es wird besser – die Fortschritte sind langsam, aber spürbar', sagte ich. Sie wirkte erleichtert, doch ihre Nachlässigkeit mit der Maske ließ den Sauerstoffgehalt sinken. Das Team schien die Geduld zu verlieren. Daraufhin bat ihre Schwester um eine Verlegung auf die Intensivstation.
Als sie abtransportiert wurde, lächelte sie mir zu – erleichtert über die intensivere Betreuung. Ich wünschte ihr Glück und betete für ihre schnelle Genesung. Doch gestern teilte mir eine Schwester mit: Auf der IT ist sie weiterhin kritisch, der Sauerstoffwert fällt oft auf 60.
Seema Khan, falls du das liest: Sammle deine mentale Stärke und bekämpfe diesen Virus. Draußen wartet ein wunderschönes Leben auf dich. Konzentriere dich darauf und nimm den Rest, wie er kommt! Ich bete täglich für dich – wie du es einst getan hast: Allah maafi de de. Er wird dich bald heilen, verliere nicht die Hoffnung!