Frage: Hallo, vor acht Monaten habe ich eine arrangierte Ehe eingegangen und bin dankbar für meinen fürsorglichen Ehemann und meine liebevollen Schwiegereltern. Einziger Haken: Meine Schwiegermutter mag es nicht, wenn ich meine Eltern besuche. Sie meint, als frisch Verheiratete sollte ich mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen. Ich vermisse meine Eltern jedoch sehr und sehe sie jedes Wochenende. Leider teilen mein Schwiegervater und mein Mann diese Sichtweise – ich fühle mich schuldig. Was raten Sie? – AnonymAntwort von Rachana Awatramani, beratender Psychologin bei Insight Counseling Services in Mumbai:
Bei einer arrangierten Ehe verschmelzen nicht nur zwei Menschen, sondern ganze Familien – besonders in den ersten Monaten, wenn alle an neue Rollen anpassen müssen. Ihre Heirat liegt acht Monate zurück, und es ist absolut verständlich, dass Sie Ihre Eltern vermissen.
Die Situation ist herausfordernd: Ihre Schwiegereltern und Ihr Mann wünschen sich mehr Zeit mit der neuen Familie, während Sie den Kontakt zu Ihren Eltern pflegen möchten. Aus meiner langjährigen Beratungserfahrung weiß ich, dass offene Kommunikation der Schlüssel ist.
1. Sprechen Sie zuerst offen mit Ihrem Ehemann über Ihre Gefühle und den Bedarf an Zeit mit Ihren Eltern – er ist Ihr engster Verbündeter.
2. Klären Sie Erwartungen gemeinsam und teilen Sie dann einfühlsam Ihre Perspektive mit Ihrer Schwiegermutter.
3. Investieren Sie bewusst Zeit in Ihre Schwiegerfamilie, um Vertrauen und Bindung aufzubauen.
Es ist keineswegs falsch, Eltern zu besuchen! Nehmen Sie sich Zeit zur Reflexion. Bei anhaltenden Konflikten empfehle ich eine Paar- oder Familientherapie.
Rachana Awatramani ist erfahrene Psychologin mit Fokus auf Beziehungs- und Familienberatung.
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