
Frage: Ich bin seit zwei Jahren in einer festen Beziehung mit meinem Freund und wollte ihn schon immer heiraten. Kürzlich haben sich unsere Familien kennengelernt, und wir planen die Hochzeit für nächsten Februar. Plötzlich fühle ich mich unsicher und brauche mehr Zeit – vielleicht ein weiteres Jahr. Obwohl ich immer heiraten wollte, macht mich der Gedanke jetzt nervös. Ist das normal? – Anonym
Antwort von Rachana Awatramani, beratender Psychologin: Nervosität vor der Ehe ist absolut normal. Sie entsteht oft, weil man die eigene Rolle als Lebenspartner hinterfragt, was zu Ängsten führen kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Hochzeit abgesagt werden muss oder die Beziehung scheitern wird. Es zeigt lediglich, dass Sie und Ihre Partnerschaft von etwas Reflexion und offener Kommunikation profitieren.
Ich verstehe Ihre Unsicherheit voll und ganz. Nach zwei Jahren Beziehung und mit dem Termin in Sicht wollen viele mehr Zeit. Das passiert häufig. Nehmen Sie sich Momente für sich selbst, um zu reflektieren: Warum wollten Sie ihn heiraten? Was genau macht Ihnen jetzt Sorgen? Ein Gespräch mit einem Therapeuten kann helfen, Ihre Gedanken zu sortieren.
Teilen Sie Ihre Gefühle später mit Ihrem Partner – er könnte ähnlich empfinden. Besprechen Sie gemeinsam Strategien gegen diese ehebedingte Nervosität. Die Ehe ist eine lebenslange Verpflichtung mit Verantwortung und Hingabe, daher ist Unruhe normal. Eine voreheliche Beratung könnte für Sie beide ideal sein.
Mögliche Auslöser sind Angst vor dem Unbekannten oder Veränderungen in der Beziehung. Akzeptieren Sie, dass nichts statisch ist. Sehen Sie Veränderung als positive Evolution, die zu Wachstum führt. Gehen Sie die Gründe Schritt für Schritt an.
Rachana Awatramani ist beratende Psychologin in Mumbai.
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