Frage: Ich bin absolut ehrlich: Mit 28 Jahren habe ich keinen besten Freund mehr. Ich schaffe es nicht, Freundschaften langfristig zu halten – alle distanzieren sich irgendwann. Meine engste Freundin hat kürzlich den Kontakt abgebrochen, trotz mehrfacher Entschuldigungen. Sie wirft mir Egoismus vor, was ich nicht nachvollziehen kann. Nun fühle ich mich isoliert, deprimiert und habe niemanden, mit dem ich reden kann. Liegt es an mir oder habe ich einfach die falschen Menschen getroffen? – AnonymAntwort von Rachana Awatramani, beratender Psychologin: Freundschaften sind tiefe emotionale Bindungen, die – wie jede Beziehung – Höhen und Tiefen durchlaufen. Es erfordert Verständnis, Empathie und Anpassungsfähigkeit.
Sie haben kürzlich Ihre beste Freundin verloren, sind 28 geworden und fühlen sich einsam, ohne jemanden zum Reden. Das ist ein schmerzhaftes Gefühl. Sie haben versucht, den Kontakt wiederherzustellen, doch sie ist nicht bereit. Ich verstehe Ihr Gefühl der Ablehnung.
Mein Rat: Konzentrieren Sie sich zuerst auf sich selbst und Ihre persönliche Entwicklung. Nehmen Sie an Kursen oder Workshops teil, die Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeiten stärken und Ihre Persönlichkeit vertiefen. Hinterfragen Sie sich ruhig, aber suchen Sie professionelle Unterstützung: Ein Therapeut kann Ihnen helfen, Gefühle zu verarbeiten und depressive Stimmungen anzugehen. Schließen Sie sich zudem sozialen Gruppen oder Hobbys an, um Gleichgesinnte zu treffen und neue Freundschaften zu knüpfen.
Beziehungen brauchen Zeit zum Aufbau und Pflege – Geduld ist entscheidend.
Rachana Awatramani ist beratende Psychologin bei Insight Counseling Services in Mumbai.
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