Leserfrage: Hallo! Ich bin 37 Jahre alt, seit sieben Jahren verheiratet. Unser Sexleben hat nachgelassen, was mich sexuell frustriert. Deshalb masturbiere ich häufiger. Vor der Ehe war das schon so, danach weniger, aber immer im Verborgenen. Meine Frau hat es entdeckt, wir haben uns gestritten. Sie hält es für eine schlechte Gewohnheit mit negativen Folgen, sogar für erektile Dysfunktion. Wenn ich kein Interesse an Sex zeige, gibt sie mir die Schuld und meint, es zerstört unsere Ehe. Nun misstraut sie mir sogar, wenn ich spät am Laptop arbeite. Ich masturbiere tatsächlich, aber nach ihren Vorwürfen mache ich mir Sorgen. Ist häufige Masturbation falsch? Wie kläre ich meine Frau auf? – Anonym Antwort von Dr. Kedar Tilwe, Facharzt für Psychiatrie und Sexualmedizin, Hiranandani Hospital Vashi (Fortis Network): Selbstbefriedigung ist eine gängige Form der sexuellen Selbststimulation, die bei vielen Menschen vor und nach der Ehe vorkommt. Sie kann Lust spenden, Spannungen abbauen oder das sexuelle Erleben bereichern. Bei übermäßigem Ausmaß birgt sie jedoch Risiken: Unrealistische Erwartungen an den Partnersex (z. B. zu Stimulation, Reaktionen) können die Befriedigung im Paarverkehr mindern und das Interesse daran schmälern.
In Ihrem Fall hat dies zu erheblichen Konflikten in der Ehe geführt und Unsicherheit bei Ihrer Frau ausgelöst – oft verstärkt durch gesellschaftliche Tabus. Eine offene, einfühlsame Diskussion hilft, doch ich empfehle dringend eine Paartherapie. Dort können Sie beide in einer neutralen Umgebung Ängste besprechen und Lösungen finden. Als erfahrener Sexologe sehe ich das bei vielen Paaren: Professionelle Beratung stärkt die Beziehung langfristig.
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