Repräsentatives Bild Frage: Ich bin 46 Jahre alt, meine Frau 45. Seit fünf Jahren leben wir getrennt: Ich arbeite in einer anderen Stadt, sie bleibt mit den Kindern in der Heimat. Ich besuche sie einmal jährlich für einen Monat. Sie vermutet eine Büroad affaire und streitet sich bei meinen Besuchen. Sie spricht offen und derb über unseren Sexmangel. Ich habe jedoch keine Affäre – seit drei Jahren ist meine Libido gesunken, ich kann sie nicht befriedigen. Nach reiflicher Überlegung möchte ich ihr in meiner Abwesenheit einen Mann zur Seite stellen, der sie begleitet und befriedigt. Ist das falsch? – Anonym
Antwort von Rachana Awatramani: Richtig oder falsch hängt von individuellen moralischen und ethischen Werten ab. Ich rate Ihnen nicht pauschal, sondern lade Sie ein, Vor- und Nachteile gründlich abzuwägen.
Als erfahrene Psychologin aus Mumbai verstehe ich Ihre Lage: Die Trennung belastet Sie beide, Ihre Frau fühlt sich vernachlässigt, klagt über fehlende Intimität. Sie sorgen sich um ihr Wohlbefinden – lobenswert. Haben Sie Ihre Gefühle jedoch schon mit ihr geteilt? Statt selbst zu agieren, sprechen Sie offen. Lassen Sie sie selbst entscheiden, wen sie sucht – sie kennt ihre Bedürfnisse am besten. Der erste Schritt: Ein ehrliches Gespräch und Arbeit an Beziehungsproblemen.
Sie zweifelt an Ihnen, doch nach fünf Jahren Trennung sind körperliche Bedürfnisse real. Ihre gesunkene Libido ist verständlich. Teilen Sie Ihre Sorgen mit ihr, bevor Sie handeln. Ich empfehle dringend einen Paartherapeuten. Denken Sie langfristig: Solche Entscheidungen treffen Paare gemeinsam, nicht allein.
Rachana Awatramani ist beratende Psychologin in Mumbai mit langjähriger Expertise in Beziehungsfragen.
Brauchen Sie Beratung für Ihre Beziehung? Schreiben Sie an: expertadvice.toi@gmail.com