Leserfrage: Während des Lockdowns zogen meine Schwiegereltern bei uns ein, und die Stimmung wurde extrem angespannt. Ich jonglierte mit Haushalt, Homeoffice und wollte Zeit mit ihnen verbringen. Zuerst lächelte ich und kooperierte, doch bald platzte mir der Kragen. Ich gab scharfe Antworten, was meinem Mann missfiel. Er warf mir vor, mein Leben nicht im Griff zu haben. Nach drei Monaten gingen sie, aber die Bitterkeit zwischen uns bleibt. Bitte beraten Sie mich.Antwort von Rachana Awatramani: Hallo, vielen Dank, dass Sie uns geschrieben haben.
Niemand war auf COVID-19 und die Lockdowns vorbereitet. Neue Herausforderungen entstanden, und viele gaben ihr Bestes, um damit umzugehen. Homeoffice kombiniert mit Haushalt und Familienpflichten ist extrem belastend.
Ich verstehe, wie schwierig diese Zeit für Sie war: Haushalt, Arbeit und Schwiegereltern unter einem Dach. Sie hielten lange durch, behielten die Fassung – doch irgendwann überschritten Sie Ihre Grenzen, reagierten gereizt und das belastete Ihre Ehe.
Zuerst: Loben Sie sich für Ihre enormen Bemühungen! Sie haben alles gegeben. Zweitens: Seien Sie nachsichtig mit sich – wir alle haben Grenzen, verlieren mal die Geduld und machen Fehler. Drittens: Sprechen Sie offen mit Ihrem Mann. Teilen Sie Ihre Gefühle aus der Lockdown-Zeit, betonen Sie Ihre guten Absichten und räumen Sie ein, dass Sie nicht alle Erwartungen erfüllen konnten. Ein Gespräch mit den Schwiegereltern könnte ebenfalls heilen.
Rachana Awatramani ist erfahrene beratende Psychologin und zertifizierte Happiness Life Coach mit jahrelanger Praxis in Beziehungsfragen.
Sie suchen kompetente Beratung für Ihre Beziehung? Schreiben Sie uns an: expertadvice.toi@gmail.com