Eine berührende Fernliebe: Die Geschichte von Ruhi und Kartik
Sie wurde rot. Etwas Besonderes war passiert – etwas Unerwartetes. Sie stand vor dem Spiegel und musterte sich. Sie berührte ihr Gesicht: „Oh je, meine Augenbrauen müssen dringend getrimmt werden“, murmelte sie. „Und die Oberlippe... ich sollte wirklich ins Wohnzimmer gehen.“ Schnell zog sie sich um und verließ das Haus. War das dieselbe Frau, die Salons immer gemieden und Kosmetik gehasst hatte? Ja, es war sie. Doch an diesem Tag änderte sich alles. Warum wollte sie plötzlich perfekt aussehen?
Sie ließ sich die Augenbrauen formen, die Oberlippe behandeln, frisierte sich neu – und ihr Gesicht strahlte. Sie wusste: Er mochte es, wenn sie natürlich war. Um 15 Uhr war sie voller Vorfreude auf das Skype-Gespräch mit ihm. In nur fünf Tagen würden sie sich wiedersehen. Sie trug das blaue Kleid, das er ihr beim letzten Treffen geschenkt hatte.
Als das Telefon klingelte, zitterten ihre Hände, ihr Puls raste, ihr Gesicht glühte. Sie verpasste den ersten Anruf. Beim zweiten nahm sie ab: „Hallo.“ Er: „Hallo, du hast den ersten verpasst. Ich dachte, du bist beschäftigt.“ Sie grinste: „Nein, es hat einfach nicht geklappt.“ Sie plauderten über alles. Sie wartete sehnsüchtig auf ein Kompliment. Der Anruf endete, und mit schwerem Herzen ging sie in den Wohnzimmer.
„Hat er mich übersehen? Aber er vermisst mich doch auch“, grübelte sie. „Vielleicht war er abgelenkt.“ Eine Stunde später checkte sie WhatsApp: Fünf Nachrichten von ihm. „Du sahst heute so wunderschön aus! Noch fünf Tage bis wir uns sehen. Es ist so leer ohne dich. Ich weiß nicht, wie ich das schaffe, aber das Schicksal hat uns zusammengeführt – und ich werde alles richten. Ich liebe dich ewig. Behalte dein Lächeln, das macht mich glücklich.“ Tränen rannen über ihre Wangen.
Die Türklingel: Mahi, ihr sechsjähriges Mädchen, kam vom Schulausflug heim. „Mama!“, umarmte sie sie. „Hat Papa angerufen? Hab ich ihm vom Grillen erzählt?“ „Ja, Nektar, Daddy hat angerufen. Er vermisst uns so sehr und wollte dich sehen.“ Sie drückte ihre Tochter fest.
Es war die tiefe Liebe zwischen Ruhi und Kartik, die trotz allem blühte. Nach 14 glücklichen Ehejahren musste er beruflich ins Ausland gehen. Sie blieb mit ihrer Kleinen zurück. Die sechs Jahre Fernbeziehung waren eine Achterbahn, doch ihre Zuneigung wuchs täglich. Wie in der Schulzeit waren sie verrückt nacheinander: Verpasste Anrufe nachts, endlose Nachrichten, Vorbereitungen aufeinander – und dieses Warten ohne festes Datum. Eine Sehnsucht, wieder eins zu sein, in den Armen des anderen zu liegen. Vertrauen in eine ewige Familie. Eine Liebe, die sie stark hielt – getrennt durch Distanz, doch für immer verbunden.
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