Liebe kennt kein Alter. Das ist ein Segen, denn Einsamkeit wünscht sich niemand. Im reiferen Alter fällt Verlieben jedoch oft schwerer – man wird vernünftiger, und der Familienalltag stellt Herausforderungen. Leichte Gefühle keimen auf, doch Zweifel halten uns zurück: Wie reagiert die Familie mit Kindern und Enkeln? Unser Rat: Vertrauen Sie in diesem Moment rein dem Gefühl. Andere Bedenken müssen warten.
Verlieben im höheren Alter ist weder Kunst noch Tabu – im Gegenteil: Nach Jahren der Einsamkeit durch Verlust oder Trennung sehnen sich viele nach Nähe. Wenn das Schicksal zuschlägt, ist das ein wundervolles Geschenk. Psychologen betonen: Es sträkt die Gesundheit, körperlich wie seelisch. „Man weiß wieder, wofür es sich zu leben lohnt“, erklärt Altersforscher Uwe Kleinhans von der Universität Bonn gegenüber derwesten.de.
Ein großer Vorteil: Man weiß genau, was man nicht mehr will. Die Partnersuche ist dadurch anspruchsvoller, da das Angebot schrumpft. Dennoch rät Kleinhans: Lassen Sie sich auf Neues ein. Selbstzweifel gehören zum Verlieben dazu – unabhängig vom Alter.
Viele zögern nach dem Tod des Partners aus Skrupel. Die Idee, lebenslang allein zu bleiben, ist veraltet – aus Zeiten kürzerer Lebensspannen. Heute überleben Frauen oft ihre Männer deutlich: Warum nicht mutig eine neue Beziehung wagen?
Und die Familie? Ihr Glück macht auch sie glücklich. Stellen Sie die neue Liebe vor – es ist ein Test: Passt der Partner zur Familie, haben Sie eine starke Basis.