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Nasenbluten bei Kindern: Ursachen, Erste Hilfe und wann zum Arzt gehen

Nasenbluten bei Kindern: Ursachen, Erste Hilfe und wann zum Arzt gehen

Kinder zwischen drei und zehn Jahren neigen häufig zu Nasenbluten. Obwohl es beunruhigend wirken kann, ist es meist harmlos. Wichtig ist, dass Sie wissen, wie Sie richtig handeln, um die Blutung zu stoppen. Bei wiederholten Episoden oder anhaltender Blutung suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zu Nasenbluten bei Kindern.

Arten von Nasenbluten

Es gibt zwei Hauptarten von Nasenbluten (Epistaxis):

  1. Hinteres Nasenbluten

Hinteres Nasenbluten ist bei Kindern selten und tritt typischerweise bei Erwachsenen mit Bluthochdruck auf. Bei Kindern kommt es nur nach schweren Nasen- oder Gesichtsverletzungen vor. Die Blutung entstammt tiefen Gefäßen und rinnt oft in den Rachen, auch im Sitzen.

  1. Vorderes Nasenbluten

Vorderes Nasenbluten stammt aus den empfindlichen Kapillaren im vorderen Nasenbereich. Es ist bei Kindern weit verbreitet und in der Regel ungefährlich.

Nasenbluten bei Kindern stoppen

Handeln Sie so, wenn Ihr Kind Nasenbluten hat:

  • Lassen Sie Ihr Kind aufrecht sitzen und leicht nach vorne lehnen – nie den Kopf in den Nacken legen, damit das Blut nicht in die Kehle läuft.
  • Legen Sie Eisbeutel oder Kühlpacks auf Nase und Hals.
  • Lassen Sie ausgespucktes Blut aus dem Mund entfernen.
  • Drücken Sie bei Kindern ab drei Jahren sanft 20–30 Minuten lang mit einem Taschentuch auf den weichen Nasenrücken. Bei Jüngeren übernehmen Sie das.
  • Bei anhaltender Blutung nach 30 Minuten: Sofort zum Arzt.

Nasenbluten bei Kindern: Ursachen, Erste Hilfe und wann zum Arzt gehen

Ursachen von Nasenbluten bei Kindern

Mögliche Auslöser sind:

  • Allergien oder Erkältungen, die die Nasenschleimhaut reizen und quellen lassen.
  • Verletzungen durch Naseputzen, Popeln, Stürze oder Fremdkörper in der Nase.
  • Bakterielle Infektionen, die die Nasenhaut wund machen.
  • Trockene Luft, die die Schleimhäute austrocknet.
  • Anatomische Auffälligkeiten wie Krustenbildung.
  • Seltene Gerinnungsstörungen durch Medikamente (z. B. Aspirin) oder Erkrankungen wie Hämophilie.
  • Chronische Erkrankungen mit Sauerstofftherapie oder Medikamenten.

Wiederkehrendes Nasenbluten bei Kindern

Es gibt keine feste Grenze für "wiederkehrend", doch bei häufigen Episoden Arzt konsultieren. Häufiges Popeln reizt die Schleimhaut und macht Gefäße anfällig.

Diagnose von Nasenbluten

Der Arzt führt eine gründliche Untersuchung durch, inklusive Endoskopie der Nase und Anamnese. Je nach Befund folgen ggf. Bildgebung (Röntgen, CT) oder Labortests (Blut, Allergie).

Behandlung von Nasenbluten bei Kindern

Meist reicht Druck auf den Nasenrücken. Bei Bedarf: Kühlung, abschwellende Nasensprays zur Gefäßverengung.

Behandlung wiederkehrendes Nasenbluten

Effektive Maßnahmen:

  • Luftbefeuchter im Kinderzimmer gegen Trockenheit.
  • Antibiotische Salben bei offenen Stellen.
  • Kauterisation durch HNO-Arzt bei hartnäckigen Fällen.

Nasenbluten bei Kindern: Ursachen, Erste Hilfe und wann zum Arzt gehen

Vorbeugung von Nasenbluten

Verbieten Sie Nasepopeln, schneiden Sie Nägel kurz. Nutzen Sie Luftbefeuchter und sprechen Sie mit dem Arzt über salzhaltige Nasentropfen.

Wann zum Arzt?

Sofort handeln bei:

  • Fremdkörper in der Nase.
  • Starkem Blutverlust.
  • Blutungen an Zahnfleisch oder anderswo.
  • Neuem Medikament.
  • Blässe, Apathie.
  • Häufigen Episoden.

Bleiben Sie ruhig – die meisten Nasenbluten stoppen schnell. Nach 20 Minuten ohne Erfolg: Arzt aufsuchen. Panik überträgt sich auf das Kind.

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