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Herzgeräusche bei Babys und Kindern: Ursachen, Symptome und wann Sie handeln sollten

Herzgeräusche bei Babys und Kindern: Ursachen, Symptome und wann Sie handeln sollten

Nach der Geburt ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt essenziell. Dabei hört der Arzt den Herzschlag des Babys auf Auffälligkeiten ab. Herzgeräusche gehören zu den häufigsten Befunden – der Begriff klingt alarmierend, doch bei Kindern sind sie meist harmlos und unproblematisch.

Was ist ein Herzgeräusch?

Ein Herzgeräusch ist ein zusätzliches, zischendes oder murmurierendes Geräusch neben dem normalen „Lub-Dub“-Herzschlag. Beim Blutfluss durch die Herzkammern und Vorhöfe öffnen und schließen sich die Herzklappen rhythmisch und erzeugen den typischen Klang.

Aus unterschiedlichen Gründen kann das Kindesherz ein extra Murmeln produzieren. Dies wird beim Routine-Check-up festgestellt. Oft handelt es sich um ein unschuldiges Geräusch ohne ernsthafte Ursache. Weitere Untersuchungen klären die genaue Natur.

Wie häufig sind Herzgeräusche bei Säuglingen und Kindern?

Herzgeräusche sind bei Kindern weit verbreitet. Experten schätzen, dass bis zu 90 % der Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren betroffen sind. Nur etwa eines von 100 Kindern mit Herzgeräuschen hat einen zugrunde liegenden Herzfehler. Bei Babys wird besonders sorgfältig geprüft, um Anomalien auszuschließen.

Was passiert bei Herzgeräuschen?

Babysherzen schlagen schneller als bei Älteren. Zwischen den „Lub-Dub“-Schlägen kann ein leises Geräusch auftreten. Unschuldige Geräusche entstehen durch normale Blutflussvariationen und deuten nicht auf Probleme hin. Bei Klappen- oder Gefäßfehlern ist das Geräusch intensiver und widerspiegelt gestörten Fluss.

Unschuldiges Murmeln

Unschuldige Geräusche sind harmlos und treten vor allem bei Babys auf. Betroffene Kinder sind symptomfrei, aktiv und fröhlich. Sie resultieren aus typischem Blutfluss oder minimalen anatomischen Besonderheiten. Zwischen 0 und 5 Jahren diagnostiziert der Arzt sie per Abhören, ggf. mit Basis-Tests zur Absicherung.

Ursachen von Herzgeräuschen bei Kindern

Wird ein unschuldiges Geräusch ausgeschlossen, könnte ein Herzfehler vorliegen. Eines von 100 Kindern hat angeborene Defekte in Klappen oder großen Gefäßen, die den Blutfluss stören. Scheidewandlücken, Klappenverschlüsse oder transponierte Gefäße verursachen Geräusche. Seltener stecken Endokarditis oder rheumatisches Fieber dahinter – der Arzt prüft gründlich.

Frühgeborene mit Herzgeräuschen haben oft einen offenen Ductus arteriosus (PDA): Eine fetale Gefäßverbindung schließt nicht, mit Geräusch und Gewichtsverzögerung als Symptomen.

Anzeichen und Symptome von Herzgeräuschen bei Kindern

Bei unschuldigen Geräuschen fehlen Symptome. Herzfehler äußern sich durch vermehrtes Schwitzen, Wachstumsstörungen oder Atemnot. Säuglinge mit Defekten schwitzen beim Stillen stark und atmen schwer.

Herzgeräusche bei Babys und Kindern: Ursachen, Symptome und wann Sie handeln sollten

Diagnose von Herzgeräuschen bei Babys und Kindern

Zuerst bewertet der Arzt die Lautstärke (Grad 1–6) per Stethoskop, notiert Art, Timing und Ort. Oft beobachtet er über Termine hinweg. Bei Verdacht: Röntgen, EKG oder Echokardiogramm – letzteres zeigt Herzstrukturen detailliert.

Sind Herzgeräusche Anzeichen für etwas anderes?

Leichte Geräusche sind meist normal. Schwere können Klappen- oder Gefäßprobleme andeuten. Bei Zyanose, Fütterproblemen oder Atemnot prüft der Arzt auf zyanotische Herzkrankheiten mit Blutvermischung.

Behandlung

Unschuldige Geräusche verschwinden oft selbst. Viele angeborene Defekte schließen spontan. Medikamente stützen die Herzfunktion; Operationen sind selten und zeitlich optimal geplant. Regelmäßige Kardiologie-Kontrollen überwachen die Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

1. Schlägt das Herz meines Babys zu schnell?

Bis 130 Schläge/Minute sind normal. Bei Weinen oder Fieber steigt es. Dekongestiva oder Asthmamittel können es beschleunigen. Bei anhaltender Tachykardie mit Unwohlsein: Arzt aufsuchen.

2. Was, wenn das Herz meines Babys stockt oder schlägt?

Kurze Aussetzer sind harmlos. Bei Wiederholung oder Auffälligkeiten: Frühes Gespräch mit dem Arzt führen.

Herzgeräusche bei Neugeborenen sind häufig und meist selbstlimitierend. Offene Kommunikation mit dem Kinderarzt optimiert die Prognose und Lebensqualität.

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