Kommunikationsverzögerungen bei Kindern zeigen sich oft früh. Als Eltern können Sie die Anzeichen einer expressiven Sprachstörung bei Kleinkindern kennenlernen, um rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Basierend auf bewährten pädiatrischen Erkenntnissen stellen wir die wesentlichen Aspekte vor und zeigen Wege auf, wie Sie Ihr Kind unterstützen können.
Elternschaft bedeutet, sich um die ganzheitliche Entwicklung Ihres Kindes zu kümmern – von Ernährung über Kleidung bis hin zu Gesundheit und Meilensteinen. Etwa 10–15 % der Kinder unter drei Jahren weisen eine expressive Sprachstörung auf. Bei Ihrem einjährigen Kind mit verzögerter Sprachentwicklung ist es ratsam, dies abklären zu lassen.
Was ist eine expressive Sprachstörung bei Kleinkindern?
Eine expressive Sprachstörung tritt auf, wenn ein Kind Schwierigkeiten hat, sich mündlich auszudrücken oder Wörter zu merken. Sie betrifft 10–15 % der Kinder unter drei Jahren und 3–7 % der schulpflichtigen Kinder. Jungen sind 2–5-mal häufiger betroffen als Mädchen.
Arten von expressiven Sprachstörungen
1. Entwicklungstyp
Beim Entwicklungstyp manifestiert sich die Störung während des Spracherlernens. Die genaue Ursache ist unbekannt.
2. Erworbener Typ
Hier entsteht die Verzögerung durch Kopfverletzungen, Krampfanfälle oder ähnliche Ereignisse.
Ursachen der expressiven Sprachstörung
Nicht immer lassen sich klare Ursachen feststellen. Der erworbene Typ resultiert aus Verletzungen oder Erkrankungen, während der Entwicklungstyp spontan auftritt.
Symptome einer expressiven Sprachstörung
- Schwierigkeiten beim sprachlichen Ausdruck
- Probleme beim Satzbau
- Falsche Grammatiknutzung (bei älteren Kindern)
- Kleineres Wortschatz als bei Gleichaltrigen
- Fehlender Einsatz von Pronomen und Funktionswörtern
- Hörbehinderung: Kinder mit Hörproblemen zeigen ähnliche Symptome – ein Hörgerät kann Abhilfe schaffen.
Diagnose
Die Diagnose bei einem 15 Monate alten Baby oder Einjährigen basiert auf diesen Kriterien und gilt auch für Ältere:
- Schwächere Sprachentwicklung als erwartet
- Niedrigerer Intelligenzquotient
- Eingeschränktes Verständnis gesprochener Sprache
Behandlung der expressiven Sprachstörung bei Kindern
- Logopädische Therapie: Tägliches Üben von Sprache und Kommunikation.
- Zusammenarbeit von Eltern und Erziehern: Sprechen fördern durch Alltagsspiele wie Bauen mit Bauklötzen.
Sprachstörungen bei Kleinkindern vorbeugen
Entwicklungsstörungen sind nicht immer vermeidbar, doch Unfallprävention schützt vor dem erworbenen Typ: Helm beim Radfahren, ausgewogene Ernährung ohne cholesterinreiche Lebensmittel.
Achten Sie auf Ihre Kleinen – frühe Erkennung ist entscheidend. Nicht jedes Kind entwickelt sich im gleichen Tempo, doch bei Verdacht auf expressive Sprachstörung hilft fundiertes Wissen. Hat Ihr Kind Fortschritte gemacht oder Verzögerungen?