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Ein Armeeveteran enthüllt: Die wahre Dynamik des Kaschmir-Konflikts

Ein Armeeveteran enthüllt: Die wahre Dynamik des Kaschmir-KonfliktsDie Reaktionen auf meinen Facebook-Beitrag 'Offener Brief an Burhan Wani' waren überwältigend. Ich erhielt Rückmeldungen aus aller Welt – und aus Kaschmir.
Es gab Drohungen, Vorwürfe der Verherrlichung der Streitkräfte und Berichte über Menschenrechtsverletzungen. Bemerkenswert waren aber die klugen Stimmen aus Kaschmir: Sie verurteilten Gewalt von staatlicher Seite ebenso wie die der Hurriyat-Führer und Militanten.
Diese jungen Menschen sprachen von Konfliktmüdigkeit und Traumata in einem Dauer-Krisengebiet. Ich kann es mir nur vorstellen.

Aus dem übrigen Indien kamen kritische, oft unflätige Kommentare – viele linke Stimmen sahen die Armee als Besatzungsmacht. Doch die Mehrheit der Inder zeigte Solidarität. Dafür danke ich von Herzen.

Als Veteran teile ich hier meine – und die vieler Offizierskollegen – private Sichtweise. Dies ist keine offizielle Armee-Position. Für junge Kaschmiris ist es wichtig, zu wissen, was wir denken. Kommunikation muss zweitrangig sein.

Die Armee ist ein grobes Werkzeug, ein Breitschwert statt eines Skalpells. Sie basiert auf überlegener Feuerkraft. Nachts um 3 Uhr Sperren zu errichten oder Zivilfahrzeuge zu kontrollieren, bereitet uns kein Vergnügen. Wir sind für Grenzverteidigung und Kriege ausgebildet, nicht für Innere Sicherheit.

Warum ist die Armee in Kaschmir? Weil Pakistan die militärische Eskalation des – ursprünglich politischen – Problems antreibt. Vier Kriege und zwei Aufstände zeigen Pakistans militärische Unterlegenheit. 1971 verloren sie die Hälfte ihres Territoriums; in 20 Jahren droht Belutschistan mit 44 % Landverlust.

Pakistans 'strategische Tiefe'-Doktrin erklärt vieles: Punjab brannte durch Khalistan, Kaschmir durch importierte Militanz. Pakistan ist zu eng für konventionelle Kriege, daher schürt es innere Konflikte in Indien.

Kaschmiris sind unfreiwillig Teil dieses Plans. Seit den 1980er Jahren importierte Pakistan Militante: Zuerst Kaschmiris, dann Afghanen und Punjabi-Kämpfer aus dem Dschihad. Dazu wahhabitischer Islam statt sufistischer Tradition. Der Kampf wurde zum 'Dschihad'.

Bilder von getöteten Kindern und misshandelten Frauen schocken – doch sie zeigen nicht die volle Wahrheit. Mobs umzingeln kleine Posten mit Hunderten Werfern, platzieren Frauen und Kinder vorn. In der Panik trifft Munition Zivilisten. Warum mitnehmen? Für Propaganda der Hurriyat, finanziert vom ISI.

Ein Soldat ist Vater und Sohn. Niemand schießt absichtlich auf Kinder. Missstände werden militärisch hart geahndet. Wir sind eine moralische Armee. Gummigeschosse dienen der Zerstreuung, nicht Tötung. Steinwerfer sind oft bezahlte Tagelöhner.

Hurriyat lebt von Toten – wie ISIS. Ihre Luxus-SUVs? ISI-Gelder. Keine Wahlen, keine Verantwortung für Alltag. Die militärische Lösung liegt in Rawalpindi.

Ein Zeuge berichtete von Misshandlung als Kind – verwerflich. Doch Rache per Waffe führt zu mehr Toten. Pakistans Glaubwürdigkeit ist null: Atomverbreiter, Terror-Exporteur. Referendum? Lächerlich aus einem Land mit Putschen und Morden.

Unabhängigkeit? Pakistan würde Kaschmir annektieren wie Balutschistan. Wahre Freiheit liegt in der indischen Verfassung – für 1,2 Milliarden Inder.

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