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Shahnaz Husain im exklusiven Interview: Warum sie nicht ans Schicksal glaubt

Shahnaz Husain im exklusiven Interview: Warum sie nicht ans Schicksal glaubtDie renommierte Schönheitsexpertin Shahnaz Husain, Gründerin eines globalen Imperiums, teilt in diesem intimen Gespräch persönliche Einblicke aus über 40 Jahren Erfahrung in der Beauty-Branche.
Ein Moment, der Ihr Leben verändert hat?

1982 betrat ich erstmals mit dem Festival of India den internationalen Markt und erhielt einen Schalter bei Selfridges in London. Allein verkaufte ich dort die Weisheit unserer uralten Zivilisation in einem Glas. Die gesamte Sendung war in drei Tagen ausverkauft. Seitdem habe ich nie zurückgeblickt.
Ein Erlebnis, das Ihnen nicht aus dem Kopf geht?

Ich wollte eine permanente Theke in den Galeries Lafayette in Paris. Wir mussten eine bestimmte Verkaufszahl erreichen. Meine geniale Idee: Ich ließ meine Sekretärin aus Delhi mit vier Kaschmir-Teppichen anreisen. Einen verschenkte ich zum Kauf ab 20.000 Franken – der Ansturm war enorm, und wir bekamen unseren festen Platz.

Gibt es etwas, von dem Sie wissen, dass Sie es anders machen als die meisten Menschen?

Ich habe einzigartige Strategien verfolgt: Ein integriertes System aus Salonketten und Produkten, die aus klinischer Salonpraxis entstanden sind. Die Salons wurden zu Franchises. Kommerzielle Werbung habe ich stets vermieden.

Wie lassen Sie Dinge los?

Tagsüber arbeite ich intensiv, dann entspanne ich mit Kaffee, Freunden und Familie. Selbst in Paris investierte ich extreme Stunden, nur um abends die Champs-Élysées entlangzuschlendern oder bis spät in ein Straßencafé zu sitzen.

Wenn Sie realisieren würden, dass jeder, den Sie kennen, morgen stirbt – was würden Sie tun?

Ich würde alles tun, um es zu verhindern, denn ich glaube nicht ans Schicksal. Jeder kann selbst gestalten, was er will und sein kann.

Glauben Sie an Wiedergeburt?

Das sind Bereiche jenseits menschlichen Wissens. Manche Fragen übersteigen unser Verständnis.

Haben Sie je eine überweltliche Erfahrung gemacht?

Meine Arbeit für benachteiligte Frauen – mit Schulungen und kostenlosen Beauty-Kursen für Hör-, Seh- und Sprachbehinderte – fühlte sich spirituell an. Sie gaben mir innere Stärke. Philanthropie bleibt der Kern meines Erfolgs.

Wie verbinden Sie sich mit Gott?

Durch humanitäre Engagements. Ich glaube fest an Gott: 'Gib dein Bestes, den Rest lass seinem Willen.' Was außerhalb unserer Kontrolle liegt, ist göttlich. Diese Einsicht macht mich demütig und hilft mir, Tragödien mit Stärke zu meistern.

Wie meditieren Sie?

Seit Jahrzehnten praktiziere ich Yoga und Pranayama. Tiefes Atmen ist Schlüssel: Setzen Sie sich bequem, schließen Sie die Augen, atmen Sie langsam. Der Fokus auf den Atem beruhigt den Geist und fördert tiefe Entspannung.

Wie verbinden Sie sich mit Ihrer Seele?

Spiritualität dreht sich nicht um Erfolg oder Ruhm, sondern um inneres Bewusstsein und Stärke. Glück und Leid sind vergänglich – was bleibt, ist geistige Kraft. Meine sozialen Projekte nähren meine Seele.