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Nur 5 Sekunden: Wie ein einfaches Kompliment den Abend eines Kassierers rettete

Nur 5 Sekunden: Wie ein einfaches Kompliment den Abend eines Kassierers retteteEs war kurz nach Mitternacht, als meine Freunde und ich in Gurgaon verzweifelt nach einem offenen Imbiss suchten. Glücklicherweise fanden wir ein bekanntes Restaurant, das gerade schließen wollte, doch auf unser Drängen nahmen sie unsere Bestellung an.

Bevor ich fortfahre: Gurgaon, die 'tausendjährige Stadt', ist ein Hotspot für Luxuswohnungen, Wolkenkratzer und Firmensitz. Hier leben vor allem gut ausgebildete Berufstätige, die abends in Pubs und Cafés abhängen.

In dieser Nacht waren nur vier andere Gäste da. Ich wartete an der Kasse, als ein betrunkener Mann ausrastete: „Alter, wie könnt ihr so viel GST verlangen? Wer zahlt diese 450 Dollar extra? Und jetzt auch noch Servicesteuer?“ Er schwankte stark und roch nach Alkohol.

Der Kassierer wirkte erschöpft – rote Augen, an die Wand gelehnt. Trotzdem lächelte er höflich und erklärte geduldig: „Sir, CGST und SGST sind gesetzlich vorgeschrieben, und unser Restaurant erhebt 10 Prozent Servicesteuer.“

Der Mann brüllte weiter: „Mir egal, ihr plündert uns aus! Rechnet ohne Bedienungssteuer ab!“ Der Streit dauerte fünf Minuten. Der Kassierer blieb stets respektvoll. Am Ende zahlte der Kunde widerwillig und stürmte wutentbrannt mit seinem Essen hinaus.

Ironie pur: Der Betrunkene nach stundenlangem Feiern, der Kassierer nach einer 12-Stunden-Schicht mit solchen Kunden.

Als ich an der Reihe war, war ich baff: Wie kann man so jemanden schikanieren, der nur arbeitet? „Hey, wie hältst du solche Idioten aus? Der hat mir die Laune verhagelt. Du hättest ihm Paroli bieten sollen!“, sagte ich. „Das ist mein Job, Ma'am. Geht nicht anders“, erwiderte er traurig.

Ich gab meine Bestellung auf und fühlte Mitleid. „Respekt, Mann! Ich hätte nie so geduldig reagiert. Du machst das super!“, sagte ich beim Abholen.

Plötzlich hellte sich sein Gesicht auf. Fünf Sekunden Empathie hatten seinen Tag gewendet. Dieser junge Mann Anfang 20 lernte, dass nicht alle Fremden rücksichtslos sind.

Als wir gingen, verabschiedeten sich Kassierer und Koch herzlich von uns. Ein schlechter Tag endete positiv – dank einer kleinen Geste.

Das war nichts Heroisches, sondern einfach menschlich. Jeder Kunde sollte so handeln. Ein bisschen Empathie schadet nie.