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Frühlingskeratokonjunktivitis bei Kindern: Eine wahre Geschichte von Kampf, Glaube und Heilung

Frühlingskeratokonjunktivitis bei Kindern: Eine wahre Geschichte von Kampf, Glaube und HeilungRepräsentatives Bild Ich war erleichtert, auf meiner Zugreise von Coimbatore nach Mumbai das obere Bett im AC-Abteil der zweiten Klasse bekommen zu haben. Meistens verbrachte ich die Fahrt dort oben, lesend oder Musik hörend.

Als ich mich auf meiner Koje niederließ, beobachtete ich meine Mitreisenden: Eheleutepaar mit ihrem Sohn, etwa 10 Jahre alt. Die Augen des Jungen waren gerötet, Tränen rannen über seine Wangen, die er hektisch abwischte und rieb.

Zuerst dachte ich, er sei von den Eltern gescholten worden. Beschämt blickte er zu Boden, um nicht von Fremden wie mir sein Weinen gesehen zu werden.

Um seine Peinlichkeit zu mildern, schaute ich weg und vertiefte mich in mein Buch. Doch die Atmosphäre war beunruhigend. Der Junge rieb sich unaufhörlich die Augen, während die Eltern ihr Gepäck verstauten.

Die Mutter strich ihm sanft über den Kopf: „Reib nicht an den Augen.“

Bald wurde klar: Er weinte nicht. Sie legte ihn hin und träufelte Medizin in jedes Auge.

Ich konnte nicht an mich halten und stieg herunter. „Hat er eine Augenkrankheit?“, fragte ich. Die Mutter nickte.

„Vor vier Jahren begann es, als er sechs war. Augen rot und juckend. Der Arzt verschrieb Tropfen und Antihistaminika, doch es half nicht. Juckreiz, Rötung und Tränenfluss hielten an. Dann diagnostizierte ein Spezialist frühlingshafte Keratokonjunktivitis – eine seltene saisonale Allergie, die im Frühling ausbricht.“

„Zweite Meinung eingeholt?“, fragte ich.

„Der erste Arzt behandelte weiter, ohne Erfolg. Er überwies uns weiter. Der Nächste empfahl andere Tropfen.“

Der Vater fuhr fort: „Wenig Besserung. Eines Morgens konnte unser Sohn das rechte Auge kaum öffnen. Ein weißer Fleck saß mittig darauf. Meine Frau träufelte Wasser drauf – vergeblich. Sofort zum Hornhautspezialisten. Er verschrieb neue Tropfen, 16 pro Tag, und nachts ein Lochplättchen zum Schutz vor Kratzen. Tagsüber wachten wir, dass er nicht reibt.“

Die Mutter seufzte: „Einen 9-Jährigen zu fixieren für Tropfen – fünf Minuten halten, nicht einfach.“

„Es war ein Hornhautgeschwür“, ergänzte der Vater. Mir stockte der Atem – das klang bedrohlich.

„Und weiter?“

„Das Geschwür heilte ohne Narbe, durch Gottes Gnade. Doch der Arzt warnte: Die Allergie verursacht Bläschen an den Lidern. Beim Blinzeln reiben sie die Hornhaut auf, Staub dringt ein – Geschwür entsteht. Mehrere Narben blockieren die Sicht, machen Transplantation nötig, erst ab 18.“

„Wir beteten inständig, besuchten Familiengottheiten. Letztes Jahr Anfall, aber kein Geschwür. Der Arzt: Schlimmstes überstanden. Medikamente wirken, Allergie bleibt, aber Geschwür ausgeschlossen. In fünf Jahren ausschleichen. Schule kooperierte: Tropfen, Mahnung nicht reiben.“

Die Mutter tupfte Tränen weg: „Gebete erhört. Wir kommen vom Tempelbesuch. Anders ein Junge in der Klinik: Fünf Narben, frisches Geschwür – Transplantation in sechs Jahren, bis dahin verschwommenes Sehen.“

Erstmals blieb ich die ganze Fahrt unten, plauderte mit der Familie. Gemeinsam beteten wir für jenen Jungen.

- von Sudha Vishwanathan