Repräsentatives Bild.Man sagt, Ehen werden im Himmel geschlossen. Aufgewachsen mit Shah-Rukh-Khan-Filmen, in denen er verkündet: "pyar dosti hai" (Liebe ist Freundschaft), sehnte ich mich jahrelang nach jener besonderen Freundschaft, die in tiefe Liebe mündet. Ich träumte von dem Moment, in Rollkragenpullovern auf einer Bergstation mit meinem Partner zu singen und zu tanzen.
Ach, dieser Traum blieb aus. Nach der High School und im College wurde das Leben hektisch: Gruppenzwang, Druck für Top-Noten und einen guten Job dominierten. Nächte voller Grübeleien über die Konsequenzen eines Scheiterns prägten mich.
Schließlich schloss ich mein Studium ab und landete einen Top-Job in einem renommierten multinationalen Unternehmen. Das Leben kreiste um Ziele, Prämien, Beförderungen und Büropolitik.
Mit 30 heiratete ich in einer klassischen arrangierten Ehe. Beide schüchtern und fremd, fiel die anfängliche Kommunikation spärlich aus. Unsere Interessen klafften auseinander, Gespräche endeten oft in Meinungsverschiedenheiten – doch wir respektierten einander und drängten nichts auf. Immer wieder fragte ich mich: Ist das die Ehe, die ich mir wünsche?
Auf unserer Hochzeitsreise aß ich etwas Verdorbenes. Mitten im Gespräch mit meiner Frau übergab ich mich plötzlich – 15 Minuten lang. Hilflos brach ich in meiner eigenen Pfütze zusammen und konnte nicht aufstehen.
Meine Frau reagierte mit unglaublicher Fürsorge: Sie hob mich hoch, badete mich, zog mich um und brachte mich ins Bett. Sie gab mir Medikamente und wachte die ganze Nacht über mich.
Zwei Tage später, als es mir besser ging, nahm ich ihre Hände, brach in Tränen aus und entschuldigte mich für unsere Unterschiede. "Ich muss in einem früheren Leben etwas Gutes getan haben, um dich zu heiraten", sagte ich.
Sie lachte und fragte schlicht: "Hättest du dasselbe für mich getan?"
— Von Siddha e Pandya