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Queere Liebesgeschichte: Jan und Queenie – Von Tinder zur unzertrennlichen Partnerschaft

Queenie Colquhoun und Janet Anderson, liebevoll Jan genannt, lernten sich Mitte 2020 über Tinder kennen – ja, es kann wirklich passieren! Beide leben in Sydney und verbrachten die ersten Wochen mit intensivem SMS-Austausch, während sie auf das Ende des Lockdowns warteten.

Es war eine aufregende Vorfreude. Doch ihr erstes Date einen Monat später war nicht besonders spektakulär. Erst beim zweiten Treffen im echten Leben wurden sie zum unzertrennlichen Paar, das sie heute sind. Dies ist ihre authentische Liebesgeschichte.

Erste Eindrücke?

Jan: „Als ich mit Queenie auf Tinder gematcht habe, dachte ich: ‚Ich hoffe wirklich, dass dieses Mädchen mir schreibt.‘“

Queenie: „Ehrlich gesagt, habe ich nicht viel darüber nachgedacht, als ich Jan zum ersten Mal sah. Dating-Apps sind oberflächlich – man urteilt nach Fotos. Ich fand Jan zugänglich, cool und attraktiv. Dann hat sie mir geschrieben! Ich war nicht oft auf Tinder, aber wir haben uns sofort verstanden. Ähnliche Interessen und eine gemeinsame Wellenlänge machten es nahtlos.“

Wie fing das Dating an?

Jan: „Wir haben lange hin- und hergeschrieben und uns getroffen geplant, aber es dauerte, bis wir uns sicher genug fühlten.“

Queenie: „Viele Gründe: Zuerst COVID. Zweitens entdeckte ich gerade meine Sexualität. Mein erstes Date mit einer Frau war mit Jan. Bevor es so weit war, musste ich mich meinen Eltern outen – ich lebte bei ihnen.“

Jan: „Und für mich war es das allererste Date überhaupt. Als Transfrau hatte ich immer Angst vor persönlichen Treffen mit Fremden.“

Queere Liebesgeschichte: Jan und Queenie – Von Tinder zur unzertrennlichen Partnerschaft

Queenie: „Als wir uns trafen, fühlte es sich richtig an. Ich war einfach ich selbst, bei der Person, die zu mir passt.“

Jan: „Hoffentlich bist du nicht beleidigt, Queenie – unser erstes Date war unauffällig. Wir tranken etwas, waren höflich. Ich war zu nervös, um dich zu küssen. Aber glücklicherweise schrieb ich dir danach: ‚Sorry für meine Ungeschicklichkeit‘ – mit einer Ausrede – und fragte nach einem zweiten Date.“

Queenie: „Seitdem waren wir selten länger als eine Woche getrennt.“

Jan: „Das Maximum waren neun Tage über Weihnachten 2020, als wir beide COVID hatten. Seitdem sind wir die Konstante im Leben der anderen. Ich weiß, dass ich Queenie in zwei Tagen sehe, egal was passiert.“

Queere Liebesgeschichte: Jan und Queenie – Von Tinder zur unzertrennlichen Partnerschaft

Wie geht ihr mit getrenntem Wohnen um?

Jan: „Wir haben mal sechs Monate in Redfern gelebt, nur fünf Häuser auseinander.“

Queenie: „Das war die beste Zeit meines Lebens!“

Jan: „Jetzt wohnen wir in verschiedenen Vororten.“

Queenie: „Wir reden übers Zusammenziehen, haben aber keine Eile. Wir genießen das WG-Leben mit Freunden, solange wir jung sind.“

Jan: „Wir vergleichen uns nicht mit heteronormativen Erwartungen wie Heirat in fünf Jahren. Solange wir uns jeden Tag freuen, reicht das. Ich bin stolz, dass wir so geerdet sind.“

Wie hat die Beziehung euch verändert?

Queenie: „Meine Gefühle für Jan sind zu tiefer, körperlich spürbarer Liebe gewachsen. Bei ihr fühle ich mich ruhiger, besser – und tue alles, damit sie glücklich ist. Deshalb organisieren wir heute eine Spendenparty für Jans Geschlechtsangleichungsoperation.“

Jan: „Vor fünf Jahren fühlte ich mich unliebbar. Queenie liebt mich so, wie ich bin – inklusive meines Körpers. Ich muss mich nicht verstellen. Das hat mich grundlegend verändert. Es ist unglaublich wichtig.“