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Herzliche Erinnerungen an meinen Großvater: Captain P. Thyagarajan – Von seiner Enkelin

Herzliche Erinnerungen an meinen Großvater: Captain P. Thyagarajan – Von seiner EnkelinGeschrieben von Gayatri Bhadran
Der 2. Februar 2004 veränderte unser Leben für immer. Eben noch saß ich in der Schule, im nächsten Moment war ich auf der Beerdigung meines Großvaters. Sein plötzlicher Tod traf uns wie ein Schlag – er war so vital, unternahm täglich Spaziergänge, fuhr Auto und einkaufen. Seine letzte Mahlzeit war ein köstliches Biryani auf der Hochzeit eines Cousins, das er genoss. Danach setzten Brustschmerzen ein. Ich war nicht an seiner Seite in den letzten Momenten – ein Schmerz, der mich ewig begleiten wird.

Er war mehr Freund als klassischer Großvater. Väterliche Zuneigung zeigte er selten, stattdessen ließ er sich von uns Enkelkindern necken und konterte mit voller Energie. Tagsüber schlief er, nachts war er wach wie eine Eule. Doch beim Baywatch-Thema im Fernsehen waren seine Augen sofort offen – trotz Schlaflosigkeit.
Er genoss wöchentlich seinen Scotch oder Whiskey mit salzigen Erdnüssen, die er vor mir versteckte. Ich fand das Versteck immer hinter seiner Kleidung. Eines Sonntags entdeckte er das leere Glas und warf mir statt einer Rüge einfach sein Schnapsglas ins Gesicht. Schockiert zog ich als Vergeltung an seinem gelierten Haar.

Bevor Großmutter den Mittagstisch deckte, schlichen Appuppan und ich raus, um Kalavara-Burger, Sharjah-Shake oder Medu Vada von der Straße zu holen. Sie war fuchsteufelswild, weil wir keinen Appetit mehr hatten.

Auf unserem Hügelhaus in Dhalavakunnu plagte uns Wasserknappheit. Appuppans Lösung: In die Büsche pinkeln. Ein bestimmter Baum trug die Hauptlast dieser 'Ideologie' und starb prompt. Er erklärte es mit 'nährstoffreichem Ammoniak-Dünger'.

Bei Gästen blieb er im Schaukelstuhl – Geselligkeit überließ er Großmutter. Ich habe das geerbt und meide Fremde. Seine Fahrkünste? Chaotisch wie eine Autorikscha, rücksichtslos gegenüber Fußgängern und Autos. Einmal schrammte er ein Verwandtenauto. Meine Schwester und ich jaulten auf dem Rücksitz, doch er beruhigte uns: 'Niemand hat's gesehen.'

Zuversichtlich fuhren wir heim – nur um das Auto des Verwandten in unserer Einfahrt zu finden. Der Rest ist Geschichte: Großmutter explodierte in einem Feuerwerk der Wut. Fast wären wir entkommen, doch unser schokoladenbraunes Auto war einzigartig in Trivandrum – die abblätternde Farbe verriet uns.

17 Jahre später sind diese Erinnerungen frisch. Ich bin stolz, zuerst Enkelin von Captain P. Thyagarajan zu sein. Schade, dass mein Mann, Sohn und die Familien meiner Geschwister ihn nie kennenlernen durften. Er war einzigartig, ein Rohdiamant. Ich freue mich auf unser Wiedersehen im Jenseits.