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Häusliche Gewalt in der Ehe: Erkennen, Ursachen und Wege zum Ausstieg

Häusliche Gewalt und Missbrauch sind leider Realität für viele Frauen – auch in scheinbar stabilen Ehen. Die gesellschaftlichen Tabus um Themen wie erzwungene Ehen oder wirtschaftliche Abhängigkeit verschärfen das Leid. Am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen 2015, brechen wir das Schweigen und unterstützen Millionen Betroffene hinter verschlossenen Türen.

Umgang mit häuslicher Gewalt

Häuslicher Missbrauch, auch Beziehungsgewalt genannt, entsteht, wenn ein Partner den anderen durch Dominanz und Kontrolle unterdrückt. Wenn körperliche Gewalt hinzukommt, spricht man von häuslicher Gewalt.

Anzeichen einer missbräuchlichen Beziehung

Häusliche Gewalt muss erkannt werden, um sich zu schützen.

1. Verhält sich Ihr Partner so?

  • Hat er häufig schlechte Laune und unkontrollierbare Wutausbrüche?
  • Schlägt oder verletzt er Sie körperlich?
  • Droht er, Sie oder Ihre Kinder zu verletzen oder zu töten?
  • Droht er, Ihnen die Kinder wegzunehmen?
  • Droht er mit Selbstmord, falls Sie gehen?
  • Zwingt er Sie zum Sex?
  • Lässt er Sie in ständiger Angst um Ihre Kinder zurück?

2. Fühlen Sie sich so?

  • Haben Sie meist Angst vor Ihrem Partner?
  • Vermeiden Sie Themen oder Aktivitäten, um ihn nicht zu verärgern?
  • Denken Sie, Sie verdienen Schläge oder Verletzungen?
  • Glauben Sie, nur mit Ihnen stimmt etwas nicht?

Wenn viele Ihrer Antworten "Ja" lauten, sind Sie wahrscheinlich von Missbrauch und Gewalt betroffen.

Ursachen häuslicher Gewalt

Prävention gelingt, wenn Betroffene Täterprofile erkennen. Häufige Ursachen:

  • Täter mit geringem Selbstwert, extremer Eifersucht, unkontrolliertem Temperament oder Minderwertigkeitskomplexen versuchen, ihren Partner zu kontrollieren.
  • Aufwachsen in patriarchalen Strukturen, wo Männer Frauen unterordnen.
  • Normalisierung durch eigene Kindheitserfahrungen mit Gewalt.
  • Manchmal waren Täter selbst Opfer.

Häusliche Gewalt überleben

Die Gewalt stoppen ist herausfordernd, doch Sie und Ihre Kinder können sich retten. Überwindung braucht Zeit und ein starkes Netzwerk.

1. Verlassen Sie den Missbraucher sofort

Viele hoffen auf Besserung, doch Veränderungen sind selten nachhaltig. Nehmen Sie Kinder mit und ziehen Sie rechtliche Schritte – auch Therapie ändert nichts an Ihrem Recht auf Sicherheit.

2. Bauen Sie einen sicheren Hafen auf

Suchen Sie passenden Job, eröffnen Sie ein Sparkonto, umgeben Sie sich mit Familie und Freunden. Teilen Sie Ihr Leid mit 2-3 Vertrauenspersonen und halten Sie sie auf dem Laufenden. Therapie kann helfen.

3. Schauen Sie nach vorn

Es fällt schwer, doch Sie verdienen Besseres. Bleiben Sie Ihrer Familie nah und leben Sie erfüllt. Sie sind die Stärke Ihrer Kinder.

Unbehandelte häusliche Gewalt hinterlässt Narben. Handeln Sie jetzt für Ihr und das Wohl Ihrer Liebsten.