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Mutter und Vater wollen nicht ins Pflegeheim

Mutter und Vater wollen nicht ins Pflegeheim

Für viele Menschen ist es ein berechtigter Wunsch, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Dies ist sehr oft aber nur möglich, wenn der vorhandene Wohnraum dazu geeignet ist. Steht ein höherer Betreuungs- oder Pflegebedarf an, bleibt in vielen Familien nur der Umzug in ein Heim. Doch was ist zu tun, wenn Mutter und Vater nicht ins Pflegeheim wollen?

Die Pflege von Mutter und Vater darf nicht zu eignen gesundheitlichen Problemen führen

Warum Mutter und Vater nicht ins Pflegeheim möchten, kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Sehr oft liegt eine Weigerung vor, weil eine große Bindung zu den eigenen vier Wänden besteht und man sich sicher und geborgen fühlt. Alzheimer- und Demenzpatienten bietet das eigene Zuhause die Möglichkeit, sich besser zu orientieren. Auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen, die geistig voll auf der Höhe sind, möchten sich nur ungern in eine neue Umgebung begeben. Trotzdem müssen die Angehörigen der pflegebedürftigen Personen Lösungen finden. Vor allem dann, wenn durch die Pflege von Vater und Mutter die eigene Gesundheit leidet. Die Gründe, warum sich die Pflegebedürftigen weigern, müssen mit ihnen offen und ehrlich besprochen werden. Kommt ein Ortswechsel mit dem Umzug ins Pflegeheim für Mutter oder Vater nicht infrage, kann eine häusliche Pflege zumindest die vorläufige Lösung des Problems sein.

Eine 24-Stunden-Pflege ist sehr persönlich und günstiger als ein Aufenthalt im Heim

Reicht die Pflege durch die Angehörigen nicht aus, kann ein ambulanter Pflegedienst den Verbleib in den eigenen vier Wänden gewährleisten. Die Pflegedienste kommen bei Bedarf mehrmals täglich und sorgen dafür, dass die Mahlzeiten und auch die benötigten Medikamente eingenommen werden. Reicht dies irgendwann nicht mehr aus, kann die ambulante Pflege auf eine 24-Stunden-Pflege erweitert werden. Bei dieser Form der Pflege ist dauerhaft ein Pfleger anwesend, der in jeder Situation eingreifen kann. Die Angehörigen werden durch diese Vollzeitpflegekraft komplett entlastet und haben die Gewissheit, dass Mutter oder oder Vater in ihrem Haus oder in ihrer Wohnung optimal versorgt sind. Die 24-Stunden-Pflege übernimmt in der Regel die Unterstützung bei der Körperpflege und auch viele klassische Haushaltstätigkeiten. Die 24-Stunden-Pflege ist viel persönlicher und in vielen Fällen um einiges günstiger als ein Heimaufenthalt.

Mit der Betreuungsverfügung kann schon früh Klarheit über einen Heimaufenthalt geschaffen werden

Es ist immer sehr schwierig, Mutter und Vater ins Heim zu schicken. Vor allem dann, wenn sie es nicht möchten oder aufgrund einer Demenz- oder Alzheimererkrankung nicht mehr verstehen. Abhilfe kann eine sogenannte Betreuungsverfügung schaffen. Diese Verfügung kann festgelegt werden, wenn die betreffende Person noch bei klarem Verstand ist und umfasst die Übernahme der rechtlichen Betreuung. Sie kann viele verschiedene Vorgaben, wie beispielsweise den Aufenthalt in einem bestimmten Pflegeheim enthalten. Mit der Verfügung können auch bestimmte Personen, Pflegedienste oder Heime von der Pflege ausgeschlossen werden. Nachteilig ist, dass die Betreuungsverfügung nur eine Empfehlung ist. Allerdings sind die Gerichte angehalten, sich an die Wünsche des Verfassers zu halten.