DeuAq.com >> Leben >  >> Familie

Unerwartete Harmonie im Nizamuddin Dargah: Eine berührende Begegnung

Unerwartete Harmonie im Nizamuddin Dargah: Eine berührende BegegnungDer Nizamuddin-Schrein, ein kunstvoller Ort spirituellen Trostes, erstrahlt himmlisch beleuchtet inmitten von Qawwali-Klängen, Biryani-Duft und Weihrauchrauch. Er rührt jedes Herz – und an jenem Tag war ich Zeuge eines besonderen Moments. Ein süßes Kind mit Schädeldach saß aufmerksam im Hof des Tabib-e-Dil, umgeben vom Trubel der Pilger. Dieser Anblick versetzte mich in tranceähnliche Versunkenheit. Ich traf Shehroz in der Schlange, der mit Freunden auf Tabarruk wartete – die Liebe zum Biryani überwindet selbst Verbote. Die Drei, alle in den Zwanzigern, wirkten wie Stammgäste durch ihr geübtes Verhalten. Shehroz saß neben mir, mit einem Freund: strahlende Augen, safranfarbenes Armband, langes Haar und bescheidener Herkunft. Ein Harmonium war für diese Boten kommunaler Harmonie unerreichbar, doch ein Blitz der Magie erfüllte den Schrein mit Göttlichkeit. Sein Freund saß nah am Haupt-Qawwal. Ich lobte: „Was für ein Künstler!“ Shehroz strahlte stolz: „Du hast ihn noch nicht singen hören.“ Sofort intonierte er „Bhar do joli meri ya Muhammad“ – alle waren hypnotisiert. Neugierig fragte ich nach seinem Namen, doch er war in Trance, Tränen in den Augen. „Wer ist dieser Junge?“, wiederholte ich. Shehroz, selbst mit tränenfeuchten Augen, überbrückte religiöse Unterschiede mit tiefer Zuneigung. „Vivek! Auf geht's, wir sind spät dran!“, rief er. Hand in Hand verließen sie lachend den Hof und hinterließen eine Frage in unseren Seelen: Sind wir berechtigt, Menschen nach oberflächlichem Verständnis zu beurteilen? -Von Naved Ahmad