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Der tägliche Kampf einer introvertierten Mutter: Präsenz für die Kinder und die Notwendigkeit von Pausen

Vor Kurzem wachte ich auf und beschloss, den gesamten Tag aufmerksam und präsent für meine Kinder zu sein.

Ich interessierte mich für jedes Spielzeug, das sie mir zeigten, hörte auf jeden Kummer um eine Zeichentrickfigur und war voll dabei – bei ihren Spielen, Geschichten und allem, was sie bewegte. Ich wollte die beste Mutter der Welt sein.

Am Abend war ich völlig erschöpft.

Meine Kinder sind zwei bzw. drei Jahre alt – zwei Kleinkinder würden jeden erschöpfen. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit.

Manche spotten vielleicht: Als Mutter sollte man das doch täglich tun! Aber genau darum geht es nicht.

Der Grund für diese Erschöpfung? Ich bin introvertiert.

Der tägliche Kampf einer introvertierten Mutter: Präsenz für die Kinder und die Notwendigkeit von Pausen

Foto: Autorin

Introvertierte werden oft als asozial missverstanden. Das stimmt nicht. Wir sind sozial, genießen Partys und brauchen Menschen wie jeder andere. Der Unterschied liegt tiefer.



Introvertierte erholen sich durch Alleinsein. Während Extrovertierte nach Partys oder Ausflügen aufblühen, ist unsere 'Auszeit' heilig: Stille, Ruhe und Abwesenheit von Reizen laden unsere Batterien wieder auf. Ohne das sind wir nicht wir selbst.

An jenem Tag gab es keine Pause – von morgens bis abends pure Interaktion. Selbst beim Nickerchen der Kinder war ich zu ausgelaugt, um mich zu regenerieren.



Es ist mein täglicher Kampf: Ich will jede Bewegung meiner Kinder beobachten, jedes Lachen hören, jede Vorstellung applaudieren – diese Momente vergehen ja so schnell. Doch ich brauche auch Selbstfürsorge.

Der tägliche Kampf einer introvertierten Mutter: Präsenz für die Kinder und die Notwendigkeit von Pausen

Foto: Autorin

Manchmal schlafen die Kinder nicht, mein Mann ist beschäftigt. Ich kämpfe mich durch emotionale Erschöpfung, Schuldgefühle nagen, wenn ich nur an die Uhr denke und Einsamkeit herbeisehne.

Trotzdem: Muttersein ist magisch. Für Introvertierte der Balanceakt zwischen Verfügbarkeit und innerer Erneuerung.

Wenn Sie introvertiert sind, kennen Sie das. Es ist okay, Alleinzeit zu brauchen. Es ist normal, nach einem vollen Tag ausgelaugt zu sein. Sie sind nicht allein – außer, Sie wollen es gerade sein.